Verarschung und kein Ende in Sicht

Ostprinzessin, 22. April 2009

Während die Ziele des Bürgerentscheids „Spreeufer für Alle“ und die Ziele der Initiative, die mittlerweile ein breit gefächertes Interventionsangebot – von Demonstrationsaufrufen bis hin zu Kooperationen mit der Bezirkspolitik – bietet, seit einem halben Jahr im Sonderausschuss Spreeraum zerrieben werden und dabei der geballten Ignoranz sämtlicher im Senat sowie in der BVV Friedrichshain-Kreuzberg vertretenen Fraktionen ausgesetzt sind, hält sich bei den Betroffenen – dem Initiativkreis und den 87% der abstimmenden Bevölkerung, die dem Begehren der Initiative zustimmten – der Unmut darüber durchaus in Grenzen. Leider.

Ob das so bleibt, ob der ursprüngliche Schlachtruf „Mediaspree versenken!“ in Zukunft jeder Beschreibung spotten wird und ob nun doch noch wirksame Strategien gefunden werden, das ist neben der Frage, wie sehr die mittlerweile gespaltene Initiative zukünftig dem Diktat der allzu realen Realpolitik entsprechen will, der Stoff für grundlegende Diskussionen.

Am morgigen Abend wollen die Spreepirat_innen den Faden dort aufnehmen, wo er bei der letzten Veranstaltung der Initiative im Kato riss. Damals war das Publikum erst sehr spät zu Wort gekommen und die vorgebrachten Einwände und Vorschläge trafen bei den meisten Podiumssitzern auf Gegenwehr und Trotz. Die eingeladenen mittelstandsorientierten Baugruppen nutzten die Gelegenheit, dem Publikum in jener Art und Weise Sand in die Augen zu streuen, wie dieses es bis dato allenfalls vom Initatiativensprecher gewohnt gewesen war.

Wie es diesmal sein wird, darf auch deshalb mit Spannung erwartet werden.
23.04.2009, ab 19 Uhr im Kato, direkt unter dem U-Bahnhof Schlesisches Tor.

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