<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>ABRISSBERLIN &#187; Der Böse W. erklärt Berlin</title>
	<atom:link href="http://www.abriss-berlin.de/blog/category/der-boese-wolf-erklaert-berlin/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.abriss-berlin.de/blog</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 10 Jul 2010 11:50:36 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.0</generator>
		<item>
		<title>170.000 Stimmen f&#252;r Transparenz</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2010/07/03/170-000-stimmen-fuer-transparenz/</link>
		<comments>http://www.abriss-berlin.de/blog/2010/07/03/170-000-stimmen-fuer-transparenz/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 03 Jul 2010 15:22:14 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Böse Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Böse W. erklärt Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt als Beute]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.abriss-berlin.de/blog/?p=1916</guid>
		<description><![CDATA[Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin Die B&#252;rgerinitiative Berliner Wassertisch k&#228;mpft mit einem Volksbegehren f&#252;r die Offenlegung der Teilprivatisierungsvertr&#228;ge zu den Berliner Wasserbetrieben. Drei Jahre w&#228;hrt der Kampf nun schon, im Herbst soll es zu einem weiteren H&#246;hepunkt kommen. Auf Initiative des Berliner B&#252;ndnisses gegen Privatisierung initiierte der Berliner Wassertisch ab 2007 das Volksbegehren zur Offenlegung [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin</strong></em></p>
<p>Die <em>B&#252;rgerinitiative Berliner Wassertisch</em> k&#228;mpft mit einem <em>Volksbegehren</em> f&#252;r die Offenlegung der Teilprivatisierungsvertr&#228;ge zu den Berliner Wasserbetrieben.</p>
<p>Drei Jahre w&#228;hrt der Kampf nun schon, im Herbst soll es zu einem weiteren H&#246;hepunkt kommen. Auf Initiative des Berliner B&#252;ndnisses gegen Privatisierung initiierte der <em><a href="http://www.berliner-wassertisch.net">Berliner Wassertisch</a></em> ab 2007 das <em>Volksbegehren</em> zur Offenlegung der geheimen Vertr&#228;ge zwischen dem Land Berlin und privaten Investoren. Anfang 2008 war die erste H&#252;rde genommen, die Aktivisten hatten mit 40.000 Unterschriften doppelt so viele gesammelt wie f&#252;r die Zulassung eines <em>Volksbegehrens</em> notwendig sind. Doch der rot-rote Senat, der b&#252;rgerschaftliches Engagement zwar in Sonntagsreden lobt, Volksgesetzgebung aber nur gut findet, wenn sie seiner Linie entspricht, erkl&#228;rte das Ansinnen des <em>Wassertischs</em> kurzerhand f&#252;r „verfassungswidrig“, verbot das <em>Volksbegehren</em> und versuchte so, ein f&#252;r ihn unbequemes Thema aus der Welt zu schaffen. Denn insbesondere die mitregierende Partei DIE LINKE sah sich durch die Aktivit&#228;ten des <em>Wassertischs</em> vorgef&#252;hrt: Als sie noch in der Opposition sa&#223;, gab sich ihr heimlicher Vorsitzender Harald Wolf noch als vehementer Gegner der Teilprivatisierung. Aus seinem Senatorensessel heraus f&#252;hrt Wolf heute die Politik seiner Vorg&#228;nger fort: In Komplizenschaft mit den privaten Anteilseignern RWE und Veolia ist er verantwortlich f&#252;r hohe Wasserpreise, denen eine zumindest f&#252;r den Durchschnitts-Verbraucher nicht nachvollziehbare Preiskalkulation zu Grunde liegt – von der vertraglich zugesicherten „Gewinngarantie“ f&#252;r die Privaten ganz zu schweigen. Was in den 90er Jahren  von der damaligen PDS noch scharf kritisiert wurde, scheint der heutigen LINKEn legal und legitim.</p>
<p>Umso notwendiger ist es, dass sich emp&#246;rte B&#252;rgerinnen und B&#252;rger in einer Initiative zusammenfinden und versuchen, das skandal&#246;se Vertragswerk per Volksgesetzgebung aus der Welt zu schaffen. Der vorgelegte Gesetzentwurf des Wassertischs sieht u. a. eine Offenlegung f&#252;r alle Vertr&#228;ge, Beschl&#252;sse und Nebenabreden zur Teilprivatisierung der Wasserbetriebe vor. In einer aktuellen Stellungnahme hei&#223;t es dazu: „Wir wollen mit unserem Volksbegehren zur Offenlegung dieser rechtswidrigen Geheimvertr&#228;ge erreichen, dass die Vertr&#228;ge &#246;ffentlich und unabh&#228;ngig kontrolliert werden. Erst hierdurch werden die Voraussetzungen f&#252;r eine kosteng&#252;nstige Rekommunalisierung der Wasserbetriebe geschaffen.“ Eine erste peinliche Niederlage kassierte der Senat im Herbst 2008. Der <em>Wassertisch</em> hatte vor dem Landesverfassungsgericht gegen das Verbot des <em>Volksbegehrens</em> geklagt – und Recht bekommen. Seit dem bereiten die Aktivisten die zweite Stufe in der Volksgesetzgebung vor. F&#252;r das eigentliche <em>Volksbegehren</em> m&#252;ssen nun zwischen Juli und Oktober 170.000 Unterschriften von wahlberechtigten Berlinerinnen und Berlinern gesammelt werden. Sollte dies gelingen, kann es zum <em>Volksentscheid</em> kommen. Dann sind an einem Sonntag alle Wahlberechtigten aufgerufen, in einem Wahllokal f&#252;r oder gegen den Gesetzentwurf des <em>Wassertischs</em> zu stimmen.</p>
<p>Mit dem Blick auf die vorangegangenen <em>Volksbegehren</em> in Berlin zum Religionsunterricht oder zur Nachnutzung des Flughafens Tempelhof ist dies allerdings ein ehrgeiziges Ziel. Und nicht nur hier kommt auf die <em>B&#252;rgerinitiative</em> noch ein Brocken Arbeit zu: Je erfolgreicher sie ist, desto genauer werden ihre Ziele unter die Lupe genommen. Und dann reicht es nicht mehr, schwammig &#252;ber die „Voraussetzungen f&#252;r eine kosteng&#252;nstige Rekommunalisierung“ zu sprechen. Dann m&#252;ssen Fakten auf den Tisch: Wer soll die Vertr&#228;ge unabh&#228;ngig kontrollieren? Wer kommt f&#252;r diese Gutachterkosten auf? Was w&#252;rde mit einer Rekommunalisierung besser werden und wie soll diese – kosteng&#252;nstig oder nicht – finanziert werden? Hier hat der <em>Wassertisch</em> bislang nur ein Konzept vorgelegt, das auf einer weiteren Schuldenaufnahme basiert – und das ist in Berlin wahrlich schlecht vermittelbar. Mit diesen Fragen muss sich der Wassertisch schleunigst kompetent auseinandersetzen, will er nicht vom eigenen Erfolg &#252;berrollt werden. Denn eines ist klar: Die Teilprivatisierung der Wasserbetriebe und die daraus resultierenden hohen Wasserpreise sind ein Thema in Berlin, an das sich au&#223;er dem <em>Wassertisch</em> bislang niemand richtig herangetraut hat. Beste Voraussetzungen also, dem Senat zu zeigen, dass die Berlinerinnen und Berliner staatlich-private Intransparenz und Kungelei bei den Wasserbetrieben nicht weiter hinnehmen wollen.</p>
<p><em>Benedict Ugarte Chacón</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abriss-berlin.de/blog/2010/07/03/170-000-stimmen-fuer-transparenz/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Im liberalen Sinne hei&#223;t „liberal“ nicht nur „liberal“</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2010/05/19/im-liberalen-sinne-heisst-liberal-nicht-nur-liberal/</link>
		<comments>http://www.abriss-berlin.de/blog/2010/05/19/im-liberalen-sinne-heisst-liberal-nicht-nur-liberal/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 19 May 2010 20:15:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Böse Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Böse W. erklärt Berlin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.abriss-berlin.de/blog/?p=1891</guid>
		<description><![CDATA[Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin Der innenpolitische Sprecher der Berliner FDP-Fraktion versucht sich als lupenreiner Demokrat. Dass das F&#252;hrungspersonal der Berliner FDP meistens nur zwischen zw&#246;lf und Mittags zu intellektuellen H&#246;henfl&#252;gen in der Lage ist, wei&#223; man sp&#228;testens seit Martin Lindner. Da dieser aber seit den letzten Wahlen den Hinterb&#228;nkler im Bundestag gibt, h&#228;tte ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin</strong></em></p>
<p>Der innenpolitische Sprecher der Berliner FDP-Fraktion versucht sich als lupenreiner Demokrat.</p>
<p>Dass das F&#252;hrungspersonal der Berliner FDP meistens nur zwischen zw&#246;lf und Mittags zu intellektuellen H&#246;henfl&#252;gen in der Lage ist, wei&#223; man sp&#228;testens seit Martin Lindner. Da dieser aber seit den letzten Wahlen den Hinterb&#228;nkler im Bundestag gibt, h&#228;tte ja zumindest die Chance bestanden, die Berliner FDP zu einer politischen und liberalen Partei umzukrempeln. Leider hat das niemand versucht und die &#214;ffentlichkeit bekommt von dieser Partei eigentlich nicht viel mit. Was nun nicht das Schlechteste w&#228;re, g&#228;be es da nicht Bj&#246;rn Jotzo, den stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden im Berliner Abgeordnetenhaus. Dieser tat sich in der Vergangenheit zwar nicht durch kompetente Oppositionspolitik hervor, daf&#252;r aber vor Kurzem als M&#246;chtegern-Dozent in Sachen Grund- und B&#252;rgerrechte. Denn wenn die Berliner FDP schon keine politischen Akzente setzen kann, h&#228;ngt sie sich eben das historisch glitzernde M&#228;ntelchen echter Liberalit&#228;t um, welches allerdings von Liberalen echten Formats gewebt wurde und nicht von Nachwuchskr&#228;ften wie Jotzo, die immer „wir Liberale“ sagen, wenn sie „wir Klientelisten“ meinen.</p>
<p>Und wenn nun solche Liberale liberal erscheinen wollen, reden sie von der Verfassung. Z. B. davon, dass das Demonstrationsrecht am 1. Mai auch f&#252;r die Neonazis gelte und Aktionen des zivilen Ungehorsams wie friedliche Sitzblockaden gef&#228;hrlich f&#252;r die Demokratie seien. Dass Neonazis in Berlin marschieren d&#252;rfen, sei eine „entscheidende St&#228;rke unserer Gesellschaft und unserer Demokratie“. Ja, hier hat Herr Jotzo Recht: Demokratische Grundrechte m&#252;ssen f&#252;r alle gelten, auch f&#252;r Nazis. Aber Eines hat der Schreibtischdemokrat Jotzo nicht verstanden: Ziviler Ungehorsam ist auch in der Demokratie prinzipiell ein moralisches Recht, das sich B&#252;rger und B&#252;rgerinnen nehmen k&#246;nnen und nehmen m&#252;ssen, wenn ihr Gewissen sie zum Protest gegen ein Unrecht dr&#228;ngt &#8211; auch wenn sie dabei einen Strafbefehl in Kauf nehmen m&#252;ssen.</p>
<p>Klar, mit Moral und Gewissen kann man in der westerwellisierten FDP nicht viel anfangen, deshalb wohl auch die nach „law and order“ japsende Reaktion von Jotzo auf die Anti-Nazi-Aktionen am 1. Mai, bei denen sich auch Vertreter von SPD und Gr&#252;nen beteiligten. Die Teilnahme des innenpolitischen Sprechers der Gr&#252;nen-Fraktion, Benedikt Lux, an der Blockadeaktion zeige „nichts weniger als das mangelnde Verfassungsverst&#228;ndnis der Gr&#252;nen.“ Wer Nazi-Aufm&#228;rsche aktiv blockiere, der solle „gegebenenfalls pr&#252;fen, ob er nicht auf der anderen Demo h&#228;tte mitmarschieren m&#252;ssen.“ Mit diesem analytisch gemeinten Unsinn will uns Jotzo also weismachen, dass zivilgesellschaftliches Engagement mit Aufm&#228;rschen rechter Schl&#228;gertrupps gleichzusetzen ist. Das ist nat&#252;rlich Quatsch und Herr Jotzo h&#228;tte einfach im Gemeinschaftskundeunterricht besser aufpassen sollen.</p>
<p>Gleichzeitig bot Jotzo mit seinem vorgeblich staatstragenden Geschw&#228;tz einen ungewollt deutlichen Einblick in die Denkweise der Berliner FDP: Sich als b&#252;rgerliche Partei aufspielen und gleichzeitig gegen zivilgesellschaftliches – und damit b&#252;rgerliches – Engagement hetzen. Dies l&#228;sst nur einen Schluss zu: Die Berliner FDP ist eine anti-b&#252;rgerliche Partei.</p>
<p><em>Benedict Ugarte Chacón</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abriss-berlin.de/blog/2010/05/19/im-liberalen-sinne-heisst-liberal-nicht-nur-liberal/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Guten Morgen, Linkspartei!</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2010/03/04/guten-morgen-linkspartei/</link>
		<comments>http://www.abriss-berlin.de/blog/2010/03/04/guten-morgen-linkspartei/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 04 Mar 2010 12:09:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Böse Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Abbau Soziale Stadt]]></category>
		<category><![CDATA[Der Böse W. erklärt Berlin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.abriss-berlin.de/blog/?p=1805</guid>
		<description><![CDATA[Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin Die Berliner LINKE tritt f&#252;r eine „soziale Metropole“ ein – doch wenn es darauf ankommt, dann verschl&#228;ft sie alle Notwendigkeiten. Mit dem Ausstieg aus der Anschlussf&#246;rderung ging der rot-rote Senat im Jahr 2003 einen l&#228;ngst &#252;berf&#228;lligen Schritt. Bei dieser speziellen Berliner F&#246;rderung handelte es sich um ein System, das in [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin</em></strong></p>
<p>Die Berliner LINKE tritt f&#252;r eine „soziale Metropole“ ein – doch wenn es darauf ankommt, dann verschl&#228;ft sie alle Notwendigkeiten.</p>
<p>Mit dem Ausstieg aus der Anschlussf&#246;rderung ging der rot-rote Senat im Jahr 2003 einen l&#228;ngst &#252;berf&#228;lligen Schritt. Bei dieser speziellen Berliner F&#246;rderung handelte es sich um ein System, das in erster Linie der Abschreibungsindustrie und der Berliner Baumafia nutzte und schon in guten alten West-Berliner Zeiten f&#252;r gro&#223;e Skandale sorgte. Verk&#252;rzt dargestellt: Der Berliner „Soziale Wohnungsbau“ war ein Subventionssystem f&#252;r Sozialmieten, das privaten Erbauern von Sozialwohnungen Milliarden an &#246;ffentlichen Geldern in die Taschen sp&#252;lte. Der jeweilige Mieter zahlte nur einen geringen Teil der Miete, die f&#252;r die Finanzierung der Sozialwohnung tats&#228;chlich n&#246;tig gewesen w&#228;re. Der Gro&#223;teil dieser Kostenmiete wurde aus &#246;ffentlichen Mitteln beglichen. In einer ersten Stufe f&#252;r die Dauer von 15 Jahren (Grundf&#246;rderung) und im Anschluss – eigentlich nicht verpflichtend – f&#252;r weitere 15 Jahre (Anschlussf&#246;rderung). Letztlich hatte dieses System zur Folge, dass ein privates Bauvorhaben im Berliner „Sozialen Wohnungsbau“ sich finanziell selbst zu tragen in der Lage war und die zumeist wohlhabenden Anleger, die ihr Geld in Abschreibungsgesellschaften investierten, enorme Steuererleichterungen f&#252;r sich verbuchen konnten – alles auf Kosten der &#246;ffentlichen Hand. Kalkuliert wurde von diesen Abschreibungsgesellschaften zumeist von vornherein mit der Anschlussf&#246;rderung, obwohl daf&#252;r eigentlich keine Verpflichtung der &#246;ffentlichen Hand bestand. Die Anschlussf&#246;rderung wurde dennoch bis 2003 stillschweigend gew&#228;hrt.</p>
<p>Seinen Ausstieg aus der F&#246;rderung begr&#252;ndete der Senat mit enormen Einsparpotentialen, die sich daraus erg&#228;ben. Richtig an diesem Schritt war, dass das System der F&#246;rderung von privatem Anlagekapital endlich beendet wurde. Das Problem dabei ist allerdings, dass sich seit 2003 keine Gedanken gemacht wurden, was passiert, wenn eine Anlagegesellschaft wegen dem Wegfall der einkalkulierten F&#246;rderung in die Insolvenz geht (was in vielen F&#228;llen bereits der Fall ist) und die Zwangsversteigerung der Wohnungen droht, und vor allem, was mit den Mietern passieren soll, die urspr&#252;nglich Sozialmieten zu zahlen hatten und denen nun horrende Mieterh&#246;hungen ins Haus stehen. Denn mit dem Ausstieg aus der Anschlussf&#246;rderung wurde es den Abschreibungsgesellschaften erlaubt, von den Mietern die tats&#228;chliche Kostenmiete zu verlangen. Und die liegt teilweise auf dem Niveau von exklusiver B&#252;rofl&#228;che am Potsdamer Platz – was kein Sozialmieter jemals bezahlen kann. Au&#223;er einer „Umzugsbeihilfe“ ist dem Senat bisher keine relevante Ma&#223;nahme eingefallen.</p>
<p>Sieben Jahre nach dem Ausstieg aus der Anschlussf&#246;rderung hat nun auch die Berliner DIE LINKE entdeckt, dass sich ein Problem mit solchen Sozialwohnungen ergeben k&#246;nnte. In einem Bericht aus der Landesvorstandssitzung vom 2. M&#228;rz 2010 hei&#223;t es im Zusammenhang mit den von Mieterh&#246;hung und Rausschmiss bedrohten Mietern der Fanny-Hensel-Siedlung: „Letztlich sind die Vorf&#228;lle ein Beleg f&#252;r die laufende Verdr&#228;ngung von Menschen mit geringem Einkommen aus Innenstadtbereichen.“ Auch auf ihrer Klausurtagung Anfang M&#228;rz kam die Berliner Linksfraktion zu folgender &#8211; f&#252;r sie anscheinend ganz neuer &#8211; Erkenntnis: „Mietpreisentwicklungen sind neben einer sozialen Polarisierung der Gesellschaft zentrale Triebkr&#228;fte f&#252;r Verdr&#228;ngung und Ausgrenzung. Die Fraktion Die Linke will daf&#252;r Sorge tragen, dass die Bev&#246;lkerungsvielfalt in den Wohnquartieren erhalten bleibt und soziale Segregation verhindert wird. Grundlage daf&#252;r kann auf lange Sicht nur ein Konzept sein, das Mieterinnen und Mieter in den Mittelpunkt stellt. Mieten m&#252;ssen bezahlbar sein, staatliche F&#246;rderungen gezielt bei Mietern ankommen und Kieze stabilisiert werden.“</p>
<p>Dass die Berliner DIE LINKE nun feststellt, dass es endlich einmal ein „Konzept“ br&#228;uchte, ist ein selbst ausgestelltes Armutszeugnis f&#252;r ihre Politik der letzten acht Jahre: Wer ist denn eigentlich seit 2002 an der Regierung und stellt die Sozialsenatorinnen? Wer unterh&#228;lt denn einen „AK Linke Metropolenpolitik“? Wer hat denn die landeseigene Wohnungsgesellschaft GSW an Finanzinvestoren verscherbelt? Das alte, beliebte und beliebig vorgetragene LINKE-Argument, die Politik der vorangegangenen Gro&#223;en Koalition sei an allem &#220;bel schuld, zieht nach fast einem Jahrzehnt rot-roter Regierung nicht mehr. Dass die LINKE in Berlin der Entwicklung im „Sozialen Wohnungsbau“ seit sieben Jahren taten- und konzeptlos zusieht, dass sie der im Bausumpf verstrickten SPD nicht lautstark Paroli bietet, ist ein sozialpolitischer Skandal.</p>
<p><em>Benedict Ugarte Chacón</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abriss-berlin.de/blog/2010/03/04/guten-morgen-linkspartei/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Und sie bewegen sich doch</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2010/02/03/und-sie-bewegen-sich-doch/</link>
		<comments>http://www.abriss-berlin.de/blog/2010/02/03/und-sie-bewegen-sich-doch/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 03 Feb 2010 16:29:50 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Böse Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Böse W. erklärt Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt als Beute]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.abriss-berlin.de/blog/?p=1728</guid>
		<description><![CDATA[Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin Rechtzeitig vor dem Wahlkampf will die rot-rote Koalition bei den Wasserbetrieben f&#252;r Transparenz sorgen. Nun haben SPD und Die Linke die 1999 vorgenommene Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe doch noch f&#252;r sich entdeckt. Was einst zur Haushaltskonsolidierung gedacht war, entpuppte sich schon vor Jahren als Desaster f&#252;r alle Berliner: Ein intransparentes [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin</strong></em></p>
<p>Rechtzeitig vor dem Wahlkampf will die rot-rote Koalition bei den Wasserbetrieben f&#252;r Transparenz sorgen.</p>
<p>Nun haben SPD und Die Linke die 1999 vorgenommene Teilprivatisierung der Berliner Wasserbetriebe doch noch f&#252;r sich entdeckt. Was einst zur Haushaltskonsolidierung gedacht war, entpuppte sich schon vor Jahren als Desaster f&#252;r alle Berliner: Ein intransparentes Holding-Modell und diverse Geheimvertr&#228;ge und Zusatzvereinbarungen sorgen seit der Teilprivatisierung daf&#252;r, dass insbesondere die privaten Anteilseigner RWE und Veolia nicht nur von hohen Wasserpreisen profitieren, sondern dass den Privaten ihr Investment zudem mit einer Renditegarantie vers&#252;&#223;t wurde. Mittlerweile liegt Berlin bei seinen Trink- und Abwasserkosten im bundesweiten Vergleich an vierter Stelle. Jahrelang wurde auch von rot-roten Politikern die Teilprivatisierung zwar als nicht ganz gegl&#252;ckt angesehen. Aber es gebe eben Vertr&#228;ge, an die m&#252;sse man sich halten und da k&#246;nne man beim besten Willen nichts dran &#228;ndern. Dann trat die <em>B&#252;rgerinitiative Berliner Wassertisch</em> auf den Plan und initiierte ein <em>Volksbegehren</em> zur Ver&#246;ffentlichung der geheimen Vertr&#228;ge. Anfangs noch verlacht, besonders von Vertretern der Partei Die Linke, gelang es der Initiative, die erste Stufe des <em>Volksbegehrens</em> erfolgreich zu absolvieren.</p>
<p>Und auf einmal beginnt die Koalition, sich zu bewegen: SPD und Linke wollen nun eine Gesetzes&#228;nderung auf den Weg bringen, die f&#252;r eine Ver&#246;ffentlichung der Teilprivatisierungsvertr&#228;ge sorgen soll. „Gr&#246;&#223;tm&#246;gliche Transparenz“ solle damit geschaffen werden. Dar&#252;ber hinaus k&#252;ndigte Wirtschaftssenator Harald Wolf (Die Linke) vor dem Hintergrund eines Urteils des Bundesgerichtshofs zu einer Preissenkungsverf&#252;gung der Hessischen Landeskartellbeh&#246;rde f&#252;r die dortigen Wasserversorger an, auch in Berlin die Gestaltung der Wasserpreise pr&#252;fen zu wollen. Besonders mutig ist dieses Ansinnen allerdings nicht. Vielmehr wirft es die Frage auf, warum die Berliner Landeskartellbeh&#246;rde, die der Senatsverwaltung f&#252;r Wirtschaft untersteht, nicht von sich aus die seit 1999 geltende Preisgestaltung anging. Zudem verschweigt Wolf, dass auch der Landeshaushalt zu einem nicht unbetr&#228;chtlichen Teil von den &#252;berh&#246;hten Wasserpreisen profitiert. Mit der zaghaften Ank&#252;ndigung einer Pr&#252;fung bleibt der Senator allerdings in der Tradition der rot-roten Koalition: Die Ursache des ganzen Elends, n&#228;mlich die Teilprivatisierung, r&#252;ckg&#228;ngig zu machen, wird angeblich schon seit Jahren „gepr&#252;ft“. Zumindest steht die Ank&#252;ndigung dazu im Koalitionsvertrag.</p>
<p>Dass Rot-Rot nun nach acht Jahren Regierungszeit auf einmal die Themen „Transparenz“ und „Wasserpreise“ f&#252;r sich entdeckt haben will, geht auf den <em>Wassertisch</em> und sein <em>Volksbegehren</em> zur&#252;ck. Ohne diesen offensichtlich notwendigen Druck w&#252;rde die sozialdemokratisch-sozialistische Koalition nach wie vor vom Sachzwang und den Restriktionen des Handlungsrahmens, denen sich auch „linke“ Regierungen zu beugen h&#228;tten, fabulieren. Bleibt zu hoffen, dass der <em>Wassertisch</em> diesen Druck aufrecht erhalten kann.</p>
<p><em>Benedict Ugarte Chacón</em></p>
<p>Informationen zur Teilprivatisierung der Wasserbetriebe und zum <em>Volksbegehren</em>: <a title="Berliner Wassertisch" href="http://www.berliner-wassertisch.net">www.berliner-wassertisch.net</a></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abriss-berlin.de/blog/2010/02/03/und-sie-bewegen-sich-doch/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Weihnachten rund um die Welt</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/12/16/weihnachten-rund-um-die-welt/</link>
		<comments>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/12/16/weihnachten-rund-um-die-welt/#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 16 Dec 2009 16:35:37 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Böse Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Böse W. erklärt Berlin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.abriss-berlin.de/blog/?p=1366</guid>
		<description><![CDATA[Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin Wenn sich am „Heiligen Abend“ die Familien besinnlich zusammenfinden, wenn die Christmetten die Gl&#228;ubigen aufrichten und den weniger Gl&#228;ubigen zumindest das Gef&#252;hl der Glaubenspflichterf&#252;llung geben, wenn die ewig &#252;bers&#228;ttigten Berufsjugendlichen sich auf „Christmas Partys“ begeben und sich dabei innerlich rebellierend vorkommen, wenn Marianne und Michael ihren J&#252;ngern zum hundertsten Mal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin</strong></em></p>
<p>Wenn sich am „Heiligen Abend“ die Familien besinnlich zusammenfinden, wenn die Christmetten die Gl&#228;ubigen aufrichten und den weniger Gl&#228;ubigen zumindest das Gef&#252;hl der Glaubenspflichterf&#252;llung geben, wenn die ewig &#252;bers&#228;ttigten Berufsjugendlichen sich auf „Christmas Partys“ begeben und sich dabei innerlich rebellierend vorkommen, wenn Marianne und Michael ihren J&#252;ngern zum hundertsten Mal weismachen wollen, dass Weihnachten in den Bergen am sch&#246;nsten ist, wenn die grell beleuchteten Kaufh&#246;fe und die br&#252;llenden Media M&#228;rkte ihre Pforten geschlossen haben, dann werden wichtige Politiker und fr&#246;mmelnde Bisch&#246;fe mit salbungsvoller Miene wieder von dem lieben Kindlein sprechen, das unter &#228;rmlichen Bedingungen im Stall von Bethlehem zur Welt kam. Und sie werden &#8211; wie so oft &#8211; ihre Zuh&#246;rer mahnen, dass die Kinder dieser Welt etwas sehr Wertvolles seien und dass sie die Zukunft seien und dass man sie sch&#252;tzen m&#252;sse und dass man daf&#252;r Sorge zu tragen habe, dass es ihnen an nichts fehle.</p>
<p>Im weihnachtlichen Deutschland werden, wenn es an die Bescherung geht, viele Kinder ihre Eltern fragen, warum der Gabentisch nicht so reichhaltig oder gar nicht gedeckt ist. Und die Eltern werden ihnen erkl&#228;ren, dass in diesem Land zwar Milliarden und Abermilliarden Euro vorhanden sind, um Banken und Banker aber nicht um arme Kinder gl&#252;cklich zu machen. Und sie werden ihnen vielleicht auch erkl&#228;ren, dass sie sich in recht gro&#223;er Gesellschaft befinden, denn immerhin, so fanden kluge Leute heraus, leben in Deutschland 14 Prozent der Kinder unter 15 Jahren in dem Zustand, den man Kinderarmut nennt, der aber eigentlich Familienarmut hei&#223;en sollte.</p>
<p>&#196;hnliche Fragen werden am Weihnachtstage auch viele Kinder ihren Eltern zum Beispiel in Lateinamerika stellen. Nur dass sie nicht nach Weihnachtsgeschenken, sondern nach einem warmen Essen und vielleicht auch nach Medizin fragen werden. Und die Eltern werden ihnen erkl&#228;ren, dass das Land, in dem sie leben, zwar reich an Rohstoffen ist, die korrupte Regierung diese aber an internationale Konzerne verh&#246;kert hat und die Einheimischen au&#223;er harter, krank machender und schlecht bezahlter Arbeit nichts davon haben. Dass man noch froh sein k&#246;nne, dass es nicht &#252;berall so schlimm sei wie in der Minenstadt La Oroya in Peru, wo ein US-amerikanischer Konzern Blei und Zink abbauen l&#228;sst und sich einen Dreck um die Gesundheit seiner Arbeiter und der Bewohner der Stadt schert, in der so viele Kinder mit Behinderungen auf die Welt kommen und dann, wenn sie es schaffen, erwachsen zu werden, an Krebs sterben. Und w&#228;hrend die Eltern dies erkl&#228;ren, werden sie hoffen, dass ihre Kinder nicht eines Tages in die F&#228;nge eines dieser vielen kleinen Drogenbosse geraten, die mit ihren Banden die Armenviertel der gro&#223;en St&#228;dte beherrschen, und dass ihre Kinder nicht irgendwann erschossen in der Gosse liegen.</p>
<p>In einigen L&#228;ndern Afrikas aber auch S&#252;damerikas und des Nahen Ostens werden an den Weihnachtstagen viele Kinder ihre Eltern gar nichts fragen k&#246;nnen, denn ihre Eltern haben sie seit langer Zeit nicht mehr gesehen. Weil sie auf dem Schulweg paramilit&#228;rischen H&#228;schern in die Arme liefen und verschleppt worden sind und nun als Kindersoldaten zur Sklavenarbeit, zum Pl&#252;ndern, zum Brandschatzen und zum Morden gezwungen werden und ihr zartes Leben opfern m&#252;ssen f&#252;r die Privatkriege irgendwelcher Rebellenf&#252;hrer, War Lords oder sonstwelcher feiner Herren im edlen Zwirn auf weichen Kissen. Man sch&#228;tzt, dass es weltweit 250 000 Kindersoldaten gibt.</p>
<p>Zwischen drei und vier Millionen Kinder, auch dies eine Sch&#228;tzung, werden an diesen Weihnachtstagen rund um die Welt gezwungen sein, sich zu prostituieren, um triebgesteuerten Unmenschen, die ihre Armut ausnutzen, ein paar sch&#246;ne Stunden zu bereiten oder vor der Kamera zu posieren, damit auch die Verbrecher auf ihrer Kosten kommen, die lieber zu Hause oder im B&#252;ro genie&#223;en. Es werden weitere Millionen Kinder in Fabriken, in Bergwerken und auf Feldern schuften, sich die Gelenke und die Knochen kaputt machen und Staub und giftige Partikel einatmen, w&#228;hrend sie auch Waren herstellen, die unter deutschen Weihnachtsb&#228;umen landen. Oder sie werden Waren, die einstmals unter den Weihnachtsb&#228;umen lagen, wieder in ihre Einzelteile zerlegen. So wie die Kinder auf den M&#252;lldeponien in Ghana. Hier werden jeden Monat Hunderte Container mit Schrottcomputern von skrupellosen europ&#228;ischen „Entsorgungsunternehmen“ angeliefert. Die Kinder m&#252;ssen die Computer und Monitore auseinander nehmen und die einzelnen Teile ins Feuer werfen, damit sich Plastik von Metall l&#246;st. Die dabei entstehenden D&#228;mpfe vergiften die schuftenden Kinder, teilweise nicht einmal zehn Jahre alt, und fressen sich in ihre Lungen, Nieren und Gehirne.</p>
<p>Wie viele Kinder in den so genannten Entwicklungsl&#228;ndern w&#228;hrend der Weihnachtstage sterben, weil sie zu krank sind und ihre Eltern zu arm, und die Pharmaindustrie nichts zu verschenken hat, wird niemand z&#228;hlen. Man wei&#223;, dass allein an Malaria, einer mit entsprechenden Medikamenten heilbaren Krankheit, jedes Jahr rund 800 000 und an Durchfallerkrankungen j&#228;hrlich 1,5 Millionen Kinder unter f&#252;nf Jahren sterben. Man wei&#223; auch, dass im Jahr 2008 rund 280 000 Kinder an den Folgen von AIDS starben und 2,1 Millionen Kinder den t&#246;dlichen Virus in sich trugen. Allein in Afrika sterben jedes Jahr 80 000 bis 90 000 Kinder an der „Armenkrankheit“ Noma. Aber wer k&#246;nnte schon sagen, wie viele Kinder in den „Entwicklungsl&#228;ndern“ dem Tod n&#228;her als dem Leben sind &#8211; einfach weil sie keinen Zugang zu sauberem Wasser haben. Wer wei&#223; &#252;berhaupt, dass es diese Kinder gibt? Die &#228;rmsten der Armen werden bei ihrer Geburt nicht einmal registriert. Und wie viele Hunderttausende Kinder an diesen Weihnachtstagen in den zur Zeit ungef&#228;hr 30 Kriegen und bewaffneten Konflikten auf der ganzen Welt ihre Freunde und Verwandte verlieren, fliehen m&#252;ssen, verletzt und get&#246;tet werden, wird ebenfalls ungez&#228;hlt bleiben. Genauso wie die Zahl der Kinder, die als Opfer von terroristischen Anschl&#228;gen sterben oder gezwungen werden, als Selbstmordattent&#228;ter die Ideologien der Erwachsenen in die Gesellschaften hinein zu bomben. Wie viele Kinder werden in diesen Tagen fr&#246;hlich zum Spielen gehen und dabei auf eine zur&#252;ckgelassene Landmine treten und zerfetzt werden?</p>
<p>In seiner Weihnachtsansprache f&#252;r das Jahr 2008 wandte sich Bundespr&#228;sident Horst K&#246;hler mit folgenden Worten an die Bev&#246;lkerung: „Ich sehe in der Krise auch eine Chance. Eine Chance f&#252;r eine bessere Zusammenarbeit zwischen den V&#246;lkern. Eine Chance f&#252;r eine bessere Ordnung von Wirtschaft und Finanzen, in der das Kapital allen zu Diensten ist und sich niemand davon beherrscht f&#252;hlen muss. Wenn wir daf&#252;r arbeiten, dann macht uns diese Krise st&#228;rker. Jetzt muss sich entsprechend verhalten, wer Verantwortung tr&#228;gt und Rechenschaft schuldet. Wir brauchen Achtsamkeit f&#252;r das Gemeinwohl. Wir brauchen Anstand, Bescheidenheit und Ma&#223;.“</p>
<p>Wenn der 24.12.2009 zu Ende geht, werden an diesem einzigen Tag &#8211; wie an allen &#252;brigen Tagen des Jahres auch &#8211; weltweit 16 000 Kinder an Hunger gestorben sein.</p>
<p><em>Benedict Ugarte Chacón</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/12/16/weihnachten-rund-um-die-welt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Der Senat ist nackt</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/10/08/der-senat-ist-nackt/</link>
		<comments>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/10/08/der-senat-ist-nackt/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 08 Oct 2009 20:01:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Böse Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Böse W. erklärt Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt als Beute]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.abriss-berlin.de/blog/?p=1195</guid>
		<description><![CDATA[Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin Der Berliner Landesverfassungsgerichtshof hebt das vom Senat ausgesprochene Verbot f&#252;r das Volksbegehren „Schluss mit Geheimvertr&#228;gen &#8211; Wir Berliner wollen unser Wasser zur&#252;ck!“ auf Der rot-rote Senat br&#252;stete sich in den letzten Jahren immer wieder mit seiner angeblichen B&#252;rgerfreundlichkeit, die er mit der Herabsetzung der H&#252;rden f&#252;r die Gesetzgebung per direkter [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin</em></strong></p>
<p>Der Berliner Landesverfassungsgerichtshof hebt das vom Senat ausgesprochene Verbot f&#252;r das <em>Volksbegehren</em> „Schluss mit Geheimvertr&#228;gen &#8211; Wir Berliner wollen unser Wasser zur&#252;ck!“ auf</p>
<p>Der rot-rote Senat br&#252;stete sich in den letzten Jahren immer wieder mit seiner angeblichen B&#252;rgerfreundlichkeit, die er mit der Herabsetzung der H&#252;rden f&#252;r die Gesetzgebung per direkter Demokratie geschaffen habe. Doch die &#196;nderung der Formalien f&#252;hrte noch l&#228;ngst nicht zu einem tats&#228;chlich b&#252;rgerfreundlichen Verhalten, wie die Initiatoren einiger <em>Volksbegehren</em> in den letzten Jahren erfahren mussten. So zum Beispiel auch die <em>B&#252;rgerinitiative</em> Berliner Wassertisch. Diese hatte im Februar 2008 &#252;ber 36.000 Unterschriften zur Einleitung eines <em>Volksbegehrens</em> gesammelt und dazu einen Gesetzentwurf vorgelegt, der eine Offenlegung der Vertr&#228;ge zwischen dem Land Berlin und den privaten Anteilseignern der seit 1999 teilprivatisierten Berliner Wasserbetriebe vorsieht. Die Initiative sieht in den geheimen Vertr&#228;gen u. a. einen Grund daf&#252;r, dass die Berliner mit die h&#246;chsten Wasserpreise in Deutschland zu zahlen haben, was jedoch lediglich der Rendite der privaten Anteilseigner nutze.</p>
<p>Da der Senat sowie die ihn tragenden Parteien SPD und LINKE mit Volksgesetzgebung meistens nur dann zu tun haben wollen, wenn diese nicht in ihre Politik eingreift, erkl&#228;rte der Senat das <em>Volksbegehren</em> einfach f&#252;r unzul&#228;ssig. Er begr&#252;ndete dies damit, dass die M&#246;glichkeit bestehe, dass der von der Initiative vorgelegte Gesetzentwurf gegen diverse Rechtsvorschriften versto&#223;en k&#246;nnte.</p>
<p>Das Landesverfassungsgericht stellte am 6. Oktober klar, dass Volksgesetzgebung und Parlamentsgesetzgebung prinzipiell gleich zu behandeln sind. Dem Senat ist es also nicht erlaubt, im stillen K&#228;mmerlein eine Pr&#228;ventivkontrolle vorzunehmen und dann ein <em>Volksbegehren</em> ggf. abzulehnen. F&#252;r das Handeln des Senats beim <em>Wasser-Volksbegehren</em> bestand laut Verfassungsgericht keine rechtliche Grundlage. Mit der jetzigen Entscheidung wird der Senat gezwungen, auch mit ihm nicht genehmen au&#223;erparlamentarischen Gesetzentw&#252;rfen in einem geordneten Verfahren umzugehen, und zwar genau so, wie er es mit Gesetzentw&#252;rfen aus dem Abgeordnetenhauses auch tun muss. Die demokratisch fragw&#252;rdige Selbstherrlichkeit des Senats und seiner externen Rechtsberater hat damit einen l&#228;ngst notwendigen D&#228;mpfer erhalten.</p>
<p>Richtig peinlich ist das Urteil zudem f&#252;r die F&#252;hrungsriege der Berliner LINKE. Diese hatte &#8211; wie bei anderen <em>Volksbegehren</em> auch &#8211; versucht, die Initiatoren als ahnungslose Dilettanten darzustellen. So begr&#252;&#223;te der Landesvorsitzende Klaus Lederer einst die verfassungswidrige Entscheidung des Senats, das <em>Volksbegehren</em> abzuw&#252;rgen, mit den Worten: „Wer ein politisch sinnvolles und unterst&#252;tzenswertes Anliegen vertritt, sollte nicht die Augen vor der Rechtslage verschlie&#223;en.“ Nun wurde Lederer eines Besseren belehrt und markiert die beleidigte Leberwurst. Das Urteil des Verfassungsgerichts kommentiert er lapidar, dass direkte Demokratie eben nicht ohne Konflikte zu haben sei. Diese Einsch&#228;tzung Lederers offenbart den Kardinalfehler in der Strategie der Berliner LINKE. Anstatt fortschrittliche B&#252;rgerinitiativen als Partner zu sehen, bleiben diese f&#252;r die LINKE-F&#252;hrung immer nur bedrohliche St&#246;renfriede, die gesellschaftliche Konflikte an die bieder gedeckte rot-rote Kaffeetafel tragen. Dass die Basis dieser Partei, die in Teilen stets offene Ohren f&#252;r die Anliegen von <em>B&#252;rgerinitiativen</em> hat, sich dieses Schauspiel ihrer Parteif&#252;hrung seit Jahren bieten l&#228;sst, ist ein anderes Thema. Auch wenn der vormalige Hinterb&#228;nkler Udo Wolf als neu gew&#228;hlter Fraktionsvorsitzender der LINKE im Abgeordnetenhaus sich j&#252;ngst anschickte, ein paar linke Allgemeinpl&#228;tze als tolles „Strategiepapier“ zu verkaufen &#8211; eine Nagelprobe f&#252;r die Berliner LINKE k&#246;nnte der Umgang mit den n&#228;chsten beiden Stufen des <em>Wasser-Volksbegehrens</em> sein. Denn diese fallen in den Berliner Vorwahlkampf und dann wird sich schon erweisen, ob die Berliner LINKE auf ihrer langweiligen Politik-Verwaltung beharrt oder wirklich mal den Mut bekommt, politisch und vor allem links zu wirken.</p>
<p>F&#252;r den Berliner Wassertisch bedeutet das Urteil, dass er in den n&#228;chsten Monaten mit der Sammlung der f&#252;r die zweite Stufe der Volksgesetzgebung notwendigen 170 000 Unterschriften loslegen kann. Ob dies gelingt, wird vor allem davon abh&#228;ngig sein, ob die Initiative starke Verb&#252;ndete gewinnen kann und ob sich das teilweise schrill hervortretende Personal des Wassertischs als zu Allianzen tauglich erweist. In der Vergangenheit wurden rund um das <em>Wasser-Volksbegehren</em> und die gleichzeitig gestarteten (und mittlerweile eingestellten) <em>Volksbegehren</em> zur Berliner Sparkasse und gegen Studiengeb&#252;hren „szeneintern“ einige Konflikte &#252;ber das teilweise un&#252;berlegte Vorpreschen einzelner Aktivisten ausgetragen. Wenn das Wasser-Volksbegehren erfolgreich in die zweite und dritte Stufe gef&#252;hrt werden soll, ist vor allem hier ein Feld gegeben, das nur kollektiv bestellt werden kann.</p>
<p>Doch selbst wenn es dem Wassertisch gelingt, seinen Gesetzentwurf letztlich per <em>Volksentscheid</em> durchzusetzen, ist noch nicht gesagt, dass dieser auch als Gesetz Bestand haben wird. Denn allgemein verweist das Verfassungsgericht auch darauf, dass ein durch <em>Volksentscheid</em> zu Stande gekommenes Gesetz immer noch vom Verfassungsgericht f&#252;r nichtig erkl&#228;rt oder vom Abgeordnetenhaus ge&#228;ndert werden k&#246;nne. Doch schon allein die Blo&#223;stellung des Senats vor dem Landesverfassungsgericht ist ein Erfolg f&#252;r den <a title="Berliner Wassertisch" href="http://www.berliner-wassertisch.net">Berliner Wassertisch</a>, den dieser f&#252;r die Berliner Demokratie erk&#228;mpft hat &#8211; und diesen Erfolg kann ihm keiner mehr nehmen.</p>
<p><em>Benedict Ugarte Chacón</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/10/08/der-senat-ist-nackt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>„Die U5 braucht kein Mensch in der Stadt!“</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/08/08/die-u5-braucht-kein-mensch-in-der-stadt/</link>
		<comments>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/08/08/die-u5-braucht-kein-mensch-in-der-stadt/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 08 Aug 2009 09:56:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Böse Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Böse W. erklärt Berlin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://abriss-berlin.de/blog/?p=1044</guid>
		<description><![CDATA[Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin Aus der Debatte des Abgeordnetenhauses vom 31. Mai 2001 zur Regierungserkl&#228;rung des Regierenden B&#252;rgermeisters Eberhard Diepgen „Bankgesellschaft Berlin und die Verantwortung des Landes“ (Abgeordnetenhaus von Berlin, Plenarprotokoll 14/27, S. 1536, S. 1545): Harald Wolf (Fraktionsvorsitzender der PDS): „Es reicht nicht aus, Herr Diepgen, den Textbaustein &#252;ber das Sparen mit sozialem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin</strong></p>
<p>Aus der Debatte des Abgeordnetenhauses vom 31. Mai 2001 zur Regierungserkl&#228;rung des Regierenden B&#252;rgermeisters Eberhard Diepgen „Bankgesellschaft Berlin und die Verantwortung des Landes“ (Abgeordnetenhaus von Berlin, Plenarprotokoll 14/27, S. 1536, S. 1545):</p>
<p><em>Harald Wolf (Fraktionsvorsitzender der PDS):</em></p>
<p>„Es reicht nicht aus, Herr Diepgen, den Textbaustein &#252;ber das Sparen mit sozialem Gesicht zu verwenden, als ob man das jetzt entdecke. Denn in dieser Situation ist es nicht sozial, aus eigenen Prestigegr&#252;nden &#8211; weil sich der Name Diepgen einmal damit verbunden hat &#8211; weiterhin an dem Ausbau der U5 festzuhalten, mit der Konsequenz, dass uns Hunderte von Millionen an Investitionsmitteln an anderer Stelle verlorengehen, wo wir sie dringend brauchen.“</p>
<p>[Beifall bei der PDS]</p>
<p><em>Klaus Wowereit (Fraktionsvorsitzender der SPD):</em></p>
<p>„Herr Wolf hat vollkommen Recht, die U5 &#8211; eine Lieblingsveranstaltung des Regierenden B&#252;rgermeisters &#8211; braucht kein Mensch in der Stadt!“</p>
<p>[Beifall bei der SPD, der PDS und den Gr&#252;nen]</p>
<p>„Daf&#252;r mehrere hundert Millionen DM auszugeben, das ist schlechterdings nicht machbar. Und bevor diese U5 nicht gecancelt wird, bin ich nicht bereit, irgendwo im Bildungsbereich eine Einsparung vorzunehmen. Da kann mir keiner erz&#228;hlen, dass dann dort etwas gemacht werden muss. “</p>
<p>[Beifall bei der SPD und den Gr&#252;nen]</p>
<p><strong>Heute er&#246;ffnet der Senat die neue U5 bzw. U55.<br />
</strong></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/08/08/die-u5-braucht-kein-mensch-in-der-stadt/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Rot-rotes Bad-Bank-Modell gescheitert</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/06/06/rot-rotes-bad-bank-modell-gescheitert/</link>
		<comments>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/06/06/rot-rotes-bad-bank-modell-gescheitert/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 06 Jun 2009 11:16:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Böse Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Bankenskandal]]></category>
		<category><![CDATA[Der Böse W. erklärt Berlin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://abriss-berlin.de/blog/?p=1039</guid>
		<description><![CDATA[Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin Der Berliner Senat hat den Verkauf der Berliner Immobilien Holding gestoppt In der landeseigenen Berliner Immobilien Holding (BIH) sind die skandal&#246;sen Fondsgesellschaften der ehemaligen Bankgesellschaft Berlin zusammengefasst. Die Schaffung der BIH geht auf die „Sanierungsstrategie“ des rot-roten Senats f&#252;r die 2001 wegen ihres Immobilienfondsgesch&#228;fts ins Trudeln geratene Bankgesellschaft zur&#252;ck. Damals [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin</strong></em></p>
<p>Der Berliner Senat hat den Verkauf der Berliner Immobilien Holding gestoppt</p>
<p>In der landeseigenen Berliner Immobilien Holding (BIH) sind die skandal&#246;sen Fondsgesellschaften der ehemaligen Bankgesellschaft Berlin zusammengefasst. Die Schaffung der BIH geht auf die „Sanierungsstrategie“ des rot-roten Senats f&#252;r die 2001 wegen ihres Immobilienfondsgesch&#228;fts ins Trudeln geratene Bankgesellschaft zur&#252;ck. Damals entschloss sich der Senat zur bedingungslosen Rettung der Bank und &#252;bernahm in diesem Zuge das Immobilienfondsgesch&#228;ft, packte es in die BIH und verkaufte die so von allen Lasten befreite Bank im Jahr 2007 an den Deutschen Sparklassen- und Giroverband. Mit dem vergleichsweise hohen Verkaufspreis von &#252;ber 5 Milliarden Euro sollten &#8211; so die damals pr&#228;sentierte Rechnung des Senats &#8211; die mit der &#220;bernahme des Fondsgesch&#228;fts verbundenen Risiken gedeckt werden. Die „Bad Bank“ BIH sollte sodann ein einen Investor verkauft werden und das Land somit wiederum von den &#252;bernommenen Risiken und Verbindlichkeiten befreit werden. Daf&#252;r begab man sich erfolgreich auf Investorensuche. So jedenfalls wollte es der mittlerweile auf seinen Vorruhestandsposten verabschiedete Finanzsenator Thilo Sarrazin (SPD) der &#214;ffentlichkeit weismachen und noch vor wenigen Tagen pries Wirtschaftssenator Harald Wolf (DIE LINKE) bei einer Diskussionsveranstaltung das Berliner Modell als Erfolg.</p>
<p>Zwischenzeitlich stoppte der neue Berliner Finanzsenator Ulrich Nu&#223;baum (parteilos) den BIH-Verkauf. In seiner knappen Begr&#252;ndung hei&#223;t es, die Finanzkrise sei schuld daran, dass die in Frage kommenden Investoren die vom Land Berlin gestellten Forderungen nicht erf&#252;llen k&#246;nnten. Das hatten sich Sarrazin und seine Leute eigentlich anders gedacht. Sie waren anscheinend der Auffassung, dass sich potentielle Investoren um die Schrottimmobilien, die in hoher Zahl in den Fonds stecken und die die Bankgesellschaft seinerzeit in den Ruin getrieben hatten, rei&#223;en w&#252;rden. Auch das Wort vom m&#246;glichen Verkauf ist eine Sch&#246;nf&#228;rberei. Denn um die BIH mitsamt ihren Risiken loszuwerden, m&#252;sste einem Investor noch ein Haufen Geld mitgegeben werden. Das war von vorneherein klar, wurde der &#214;ffentlichkeit aber nicht in aller Klarheit mitgeteilt. Dieser negative Kaufpreis, also das Geld, das das Land Berlin dem K&#228;ufer bezahlen m&#252;sste, sollte eigentlich aus dem Verkaufserl&#246;se der Bankgesellschaft kommen. Dummerweise ist das meiste Geld schon ausgegeben, nach Berechnungen des Abgeordneten Jochen Esser (Gr&#252;ne) wird Ende des Jahres 2009 noch die k&#252;mmerliche Summe von 700 Millionen Euro &#252;brig sein. Und diese Summe reicht bei weitem nicht aus, einem K&#228;ufer die BIH schmackhaft zu machen. Diese produziert nach Angaben von Bilanzexperten j&#228;hrliche Verluste im dreistelligen Millionenbereich. So etwas kauft kein ernstzunehmender Investor, ohne sich daf&#252;r vom Land eine gigantische Entsch&#228;digung zu holen &#8211; und wenn das Land diese Entsch&#228;digung nicht bereit ist zu geben, bleibt es eben auf der BIH sitzen und muss sich weiter &#252;ber deren Verluste &#228;rgern. Dass sich kein Investor f&#252;r die BIH fand, hat also nur sehr bedingt mit der weltweiten Finanzkrise zu tun. Die Berliner Finanzkrise wird durch den Verbleib der Schrottimmobilien beim Land jedoch weiterhin versch&#228;rft. Die im Herbst anstehenden Haushaltsberatungen werden vor dem Hintergrund sicherlich interessant.</p>
<p><em>Benedict Ugarte Chacón</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/06/06/rot-rotes-bad-bank-modell-gescheitert/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Neoliberalismus in der Krise: Carl Wechselberg gibt auf</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/04/30/neoliberalismus-in-der-krise/</link>
		<comments>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/04/30/neoliberalismus-in-der-krise/#comments</comments>
		<pubDate>Thu, 30 Apr 2009 12:07:43 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Böse Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Berliner Bankenskandal]]></category>
		<category><![CDATA[Der Böse W. erklärt Berlin]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://abriss-berlin.de/blog/?p=1020</guid>
		<description><![CDATA[Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin Wenn Berufspolitiker au&#223;erhalb ihrer B&#252;ror&#228;ume unbeliebt sind, sie keine besonders herausragende Position haben, sie aber kaltschn&#228;uzig genug sind, ihrem Chef den R&#252;cken frei zu halten, sie sich den Medien gegen&#252;ber immer irgendwie als Au&#223;enseiter verkaufen – dann nennt man sie „Pragmatiker“. Wenn sie zudem positionsbedingt irgendetwas mit Zahlen und Tabellen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em><strong>Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin</strong></em></p>
<p>Wenn Berufspolitiker au&#223;erhalb ihrer B&#252;ror&#228;ume unbeliebt sind, sie keine besonders herausragende Position haben, sie aber kaltschn&#228;uzig genug sind, ihrem Chef den R&#252;cken frei zu halten, sie sich den Medien gegen&#252;ber immer irgendwie als Au&#223;enseiter verkaufen – dann nennt man sie „Pragmatiker“. Wenn sie zudem positionsbedingt irgendetwas mit Zahlen und Tabellen zu tun haben, dann nennt man sie, unabh&#228;ngig von der tats&#228;chlichen Qualifikation, „Haushaltsexperten“. Was der Berliner SPD Thilo Sarrazin, der CDU Friedrich Merz und den Gr&#252;nen Oswald Metzger war, das war der Berliner DIE LINKE Carl Wechselberg.</p>
<p>Wechselberg lie&#223; Ende April per Berliner Morgenpost verk&#252;nden, dass er seine &#196;mter im Abgeordnetenhaus von Berlin niederlegen w&#252;rde und sich ganz ordentlich &#252;ber seine Partei ge&#228;rgert habe. Diese w&#252;rde ihm irgendwie zu weit nach links schwenken. Das ist vielleicht f&#252;r die Berliner LINKE &#252;berraschend, aber eigentlich k&#246;nnte man so eine Ausrichtung schon von einer Partei erwarten, die DIE LINKE hei&#223;t. Wie dem auch sei, politisch geh&#246;rt Wechselberg zum Berliner LINKE-Filz um Harald und Udo Wolf, Stefan Liebich und Klaus Lederer, also denjenigen, die ihren Platz auf dem Katzentisch der SPD als berauschende Erf&#252;llung ihrer politischen Tr&#228;ume sehen. Als ehemaliger Mitarbeiter von Harald Wolf folgte er diesem 2003 als haushaltspolitischer Sprecher und galt seitdem qua Position als Haushaltsexperte.</p>
<p>Das Expertentum von Wechselberg in Haushaltsfragen bestand in dem, was „finanzpolitische Konsolidierung“ genannt wird. Also in der st&#228;ndigen Verteidigung, Rechtfertigung und Besch&#246;nigung von Sarrazins Kahlschlagpolitik ohne die Verschwendung eines Gedankens an die sozialen Folgen. So ist es kein Wunder, dass sich Wechselberg laut Presseberichten „resigniert“ zeigte, weil die Bundespartei der DIE LINKE eine Erh&#246;hung des HartzIV-Regelsatzes auf 500 Euro fordert.</p>
<p>In seinem politischen Lebenslauf ist zu lesen, dass er sich als „Aufkl&#228;rer“ im Berliner Bankenskandal hervorgetan habe. W&#228;hrend dieser Aufkl&#228;rungsarbeit stellte er sich u. a. auf die Seite der Fondszeichner, die von der Bankgesellschaft unversch&#228;mte Garantien zugesprochen bekamen und die der rot-rote Senat w&#228;hrend seiner „Risikoabschirmung“ dem Land Berlin aufb&#252;rdete. Man d&#252;rfe Bankern, Unternehmern, Professoren und &#196;rzten keine Vorw&#252;rfe machen, schlie&#223;lich h&#228;tten sie nur in eine h&#252;bsche Altersvorsorge investiert. Die „Risikoabschirmung“ sei „alternativlos“ gewesen, sagte Wechselberg einst in einem Interview. Schlie&#223;lich habe man alles ganz genau gepr&#252;ft. Der Experte Wechselberg verlie&#223; sich bei seiner Pr&#252;fung allerdings auf Manager der Bankgesellschaft und „externe Berater“. Zu diesen Beratern geh&#246;rte bspw. die Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer, die die „Risikoabschirmung“ in einem Gutachten als unbedingt notwendig darstellte. Damit hatte sich diese Kanzlei gleich einige Folgeauftr&#228;ge gesichert, der aus der Bankenrettung resultierende Verkauf der Berliner Sparkasse samt Privatisierungsoption wurde ebenfalls von dieser Kanzlei juristisch begleitet.</p>
<p>An diesem Punkt k&#246;nnen wir allerdings feststellen, dass es sich bei Wechselberg tats&#228;chlich um einen „realistischen“ Politiker handelt. Denn in der Realpolitik passiert es allzu oft, dass sich Politiker von irgendwelchen Beratern ihre Entscheidungen vorkauen lassen. Allerdings: Das Missverst&#228;ndnis von Wechselberg und Co. besteht ja seit langem in der Auffassung, dass man mit solcher „realistischen Politik“ einen Blumentopf gewinnen k&#246;nne. Dummerweise machen schon andere Parteien „realistische Politik“ (SPD, CDU, FDP, Gr&#252;ne) eine „realistische“ LINKE ist demnach v&#246;llig &#252;berfl&#252;ssig. Das zeigt sich ja in Berlin. Hier haben Wechselberg und Co. ja schon geschafft zum links wippenden Wurmfortsatz der SPD zu werden. Aber vielleicht wird jetzt alles besser, wenn Wechselberg keine Politik mehr macht – das w&#228;re was.</p>
<p><em>Benedict Ugarte Chacón</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/04/30/neoliberalismus-in-der-krise/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Luftschl&#246;sser am Gasometer</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/11/01/luftschlosser-am-gasometer/</link>
		<comments>http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/11/01/luftschlosser-am-gasometer/#comments</comments>
		<pubDate>Sat, 01 Nov 2008 01:51:36 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Böse Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Böse W. erklärt Berlin]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt als Beute]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://abriss-berlin.de/blog/?p=922</guid>
		<description><![CDATA[Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin Erschienen im MieterEcho 330: Das ehemalige Gasag-Areal in Sch&#246;neberg soll zum „Energieforum“ entwickelt werden Das Areal um den Gasometer in Sch&#246;neberg ist rund 40.000 qm gro&#223;. Lange lag es brach, immer wieder gab es Versuche einer Neugestaltung. Doch alle Pl&#228;ne verliefen im Sande. Als 2007 die Firma DenkmalPlus das Areal [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong><em>Der B&#246;se Wolf erkl&#228;rt Berlin</em></strong></p>
<p><em>Erschienen im <a title="MieterEcho" href="http://www.bmg.ipn.de/mieterecho/330/index.html">MieterEcho 330</a>:</em></p>
<p>Das ehemalige Gasag-Areal in Sch&#246;neberg soll zum „Energieforum“ entwickelt werden</p>
<p>Das Areal um den Gasometer in Sch&#246;neberg ist rund 40.000 qm gro&#223;. Lange lag es brach, immer wieder gab es Versuche einer Neugestaltung. Doch alle Pl&#228;ne verliefen im Sande.</p>
<p>Als 2007 die Firma DenkmalPlus das Areal erwarb, kam Bewegung in die Sache. Die DenkmalPlus geh&#246;rt zum Firmengeflecht des Berliner Architektur-Unternehmers Reinhard M&#252;ller. Dessen Firma <a title="Remtec" href="http://www.remtec.eu">Rem+tec</a> ist nun mit der Entwicklung beauftragt. Auftraggeberin der Rem+tec ist die Firma <a title="EUREF" href="http://www.euref.de">EUREF</a>. Im Vorstand der EUREF sitzen wiederum M&#252;ller sowie der Berliner Baul&#246;we Klaus <a title="Groth Gruppe" href="http://www.grothgruppe.de">Groth</a>. Dieser galt einst als einer der gr&#246;&#223;ten Akteure im „Berliner Sumpf“. M&#252;ller selbst geh&#246;rt zu den dicken Fischen in der Berliner Projektentwicklerszene. So ist er auch bei „Mediaspree“ mit mehreren Bauten beteiligt. Au&#223;erdem ist er Gr&#252;nder und Vorstandsmitglied der schlagzeilentr&#228;chtigen <a title="Stiftung Denkmalschutz Berlin" href="http://www.stiftung-denkmalschutz-berlin.de">Stiftung Denkmalschutz Berlin</a>. Im Vorstand sitzen auch der ausrangierte Stadtentwicklungssenator Volker Hassemer (CDU) und der ehemalige Senatsbaudirektor Hans Stimmann (SPD).</p>
<p>Auf dem Gasometer-Areal will die EUREF bis 2013 ein „Europ&#228;isches Forum f&#252;r Energie“ entstehen lassen. Das 500 Millionen Euro teure Projekt soll mit 120.000 qm Nutzfl&#228;che in mehreren neuen und denkmalgesch&#252;tzten Geb&#228;uden Gestalt annehmen. Cafés, Hotels und „Gewerbefl&#228;chen mit hohem Imagewert“ neben Unternehmensrepr&#228;sentanzen und einer Privatuniversit&#228;t sollen Wirtschaft, Politik und Wissenschaft vernetzen. Angeblich sollen 6000 Arbeitspl&#228;tze entstehen. „Markenzeichen“ des Areals soll der Gasometer bleiben, in den ein mehrst&#246;ckiger Glaszylinder eingebaut werden soll.</p>
<p>Ob es wirklich zur Umsetzung der gro&#223;en Pl&#228;ne kommen wird, ist unklar. Die geplante H&#246;he der Neubauten stellt dem Landesdenkmalamt zufolge eine „unertr&#228;gliche Beeintr&#228;chtigung f&#252;r die historische Stadttopographie“ dar. Die H&#246;he soll nun von 65 auf 45 m gesenkt werden. Auch andere Einw&#228;nde wurden ins Bebauungsplanverfahren eingebracht. Anwohner/innen bef&#252;rchten eine zunehmende Verkehrsbelastung, denn immerhin sollen auf dem Gel&#228;nde bis zu 2000 Parkpl&#228;tze entstehen. Manche sehen die „Verdr&#228;ngung gro&#223;er Teile der Bev&#246;lkerung“ kommen, da eine Aufwertung der Gebiete um das Areal zu Mietsteigerungen f&#252;hren w&#252;rde. Andere bef&#252;rchten eine „Verschlechterung der Wohnqualit&#228;t“ im Kiez, die solvente Mieter zum Wegzug bewegen k&#246;nnte. Besitzer von Eigentumswohnungen sehen die Gefahr, dass ihre Wohnungen durch Verschattung an Wert verlieren. Viele dieser Bedenken werden von der „<a title="bi-gasometer.de" href="http://www.bi-gasometer.de">B&#252;rgerinitiative Gasometer Sch&#246;neberg</a>“ formuliert.</p>
<p>Die ma&#223;geblich von der Zeit-Stiftung konzipierte Privatuniversit&#228;t soll „Global Energy Institute“ hei&#223;en und von einer privaten Stiftung sowie von Automobil- und Energiekonzernen getragen werden. Bislang handelt es sich bei dem Projekt wohl noch um einen Papiertiger. So antwortete der Senat auf eine Anfrage der Gr&#252;nen-Abgeordneten Claudia H&#228;mmerling, dass es lediglich „unverbindliche Gespr&#228;che“ &#252;ber die Einrichtung dieser Universit&#228;t gegeben habe. Es l&#228;gen „keine Unterlagen, die eine zuverl&#228;ssige Einsch&#228;tzung erlauben w&#252;rden“, vor. Die f&#252;r den Universit&#228;tsbetrieb notwendige staatliche Anerkennung sei nicht vorhanden und Stiftungsgelder m&#252;ssten erst noch gesammelt werden. Ob die Universit&#228;t tats&#228;chlich einmal auf dem Gasometer-Areal entstehen wird, ist ohnehin fraglich. Laut Medienberichten sehen sich die Betreiber aus Kostengr&#252;nden bereits nach anderen Standorten um.</p>
<p>Die gesamte Planung scheint &#252;berdimensioniert und allzu ehrgeizig. Einige Vorhaben werden entweder nicht wie geplant oder gar nicht umgesetzt werden. Dieser Vorgang ist typisch f&#252;r Gro&#223;projekte, die von altgedienten (West-)Berliner Bauunternehmern erdacht werden. Mit Blick auf andere Berliner Gro&#223;projekte bleibt abzuwarten, ob das Areal tats&#228;chlich wie von M&#252;ller versprochen g&#228;nzlich ohne &#246;ffentliche Mittel entwickelt werden kann – oder ob sich Berlin irgendwann mit der einen oder anderen Bauruine zu befassen hat.</p>
<p><em>Benedict Ugarte Chacón</em></p>
<p>__________</p>
<p><em>Der Gasometer Sch&#246;neberg wurde durch die Berlin-Anhaltischen Maschinenbau AG (BAMAG) nach einem Entwurf des Berliner Architekten Alfred Messel zwischen 1908 und 1910 montiert und war damals einer der drei gr&#246;&#223;ten Gasbeh&#228;lter Europas. Der Gasbeh&#228;lter konnte maximal 160.000 cbm Gas speichern, das f&#252;r private Haushalte und f&#252;r die Beleuchtung der Stra&#223;en genutzt wurde. Die Gasag beschreibt seine Funktionsweise wie folgt: „Das Gas drang durch ein Rohr von unten in den Gasbeh&#228;lter ein und dr&#252;ckte, da es leichter ist als Luft, die nach dem Teleskop-Prinzip ausfahrbaren, mit einem Deckel versehenen Stahlw&#228;nde nach oben.“ Mit der berlinweiten Umstellung von Stadt- auf Erdgas wurde der Gasbeh&#228;lter im Januar 1995 endg&#252;ltig au&#223;er Betrieb genommen. Der Zylinder wurde demontiert, das &#228;u&#223;ere Ger&#252;st ist noch erhalten.</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/11/01/luftschlosser-am-gasometer/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
