<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>ABRISSBERLIN &#187; Drei Tage mit Al</title>
	<atom:link href="http://www.abriss-berlin.de/blog/category/drei-tage-mit-al/feed/" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.abriss-berlin.de/blog</link>
	<description></description>
	<lastBuildDate>Sat, 28 Jan 2012 16:52:45 +0000</lastBuildDate>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
	<generator>http://wordpress.org/?v=3.3.1</generator>
		<item>
		<title>Kopulationskulturhistorische Betrachtungen</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/11/25/kopulationskulturhistorische-betrachtungen/</link>
		<comments>http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/11/25/kopulationskulturhistorische-betrachtungen/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 25 Nov 2008 00:54:03 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Al</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drei Tage mit Al]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://abriss-berlin.de/blog/?p=856</guid>
		<description><![CDATA[Mittwoch Sitzbänke gibt es wohl zu Tausenden in der Stadt. Sie fügen sich als U-Bahneingangseinhausung in das allgemein leicht verdauliche Bild des Alex ein, sie stehen streng preußisch aufgereiht unter den Linden und rahmen im Tiergarten die Skulpturen ein. Es gibt aber nur wenige Bänke, die tatsächlich exklusiven Ausblick versprechen. Eine steht im Volkspark Friedrichshain, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Mittwoch</strong></p>
<p>Sitzbänke gibt es wohl zu Tausenden in der Stadt. Sie fügen sich als U-Bahneingangseinhausung in das allgemein leicht verdauliche Bild des Alex ein, sie stehen streng preußisch aufgereiht unter den Linden und rahmen im Tiergarten die Skulpturen ein. Es gibt aber nur wenige Bänke, die tatsächlich exklusiven Ausblick versprechen. Eine steht im Volkspark Friedrichshain, völlig vergessen von jeglichen Ämtern und stärker frequentiert als die Käsetheke im KaDeWe.</p>
<p>Müde Wanderer, deren Ziel der Gipfel der Lust ist, ruhen sich auf ihrem beschwerlichen Marsch dort aus, manchmal dient diese Bank selbst als Gipfelkreuz. Neben all dem profanen Gefummel und gedrücktem Gestöhne offenbart sich die Sitzgelegenheit aber als ein Ort des Gesprächs. Folgendes konnte man mittwochs belauschen:</p>
<p>„Ach, Du auch wieder hier?“<br />
- Na klar, wo sonst bekommt man noch &#8216;ne Show umsonst!<br />
„Ja ja, alle kommen s&#8217;e nuuuur um zu gucken!“<br />
- Na wegen Sex kann&#8217;s ja wohl nicht sein, hier is&#8217; wieder nur Gelaufe und die üblichen Verdächtigen, Du bist ja auch wieder hier!<br />
„Stümmt&#8230;“<br />
- Jetzt setz&#8217; Dich her und rauch&#8217; einen mit!<br />
„Hab ja eh nüscht Besseres zu tun&#8230;“</p>
<p>&#8230;</p>
<p>„Stell Dir vor: Letzte Woche saß ich hier, plötzlich raschelt&#8217;s und zwei Omas kommen ausm Gebüsch! Die waren genauso erstaunt wie ich! O Gott, wenn ich grad was am Laufen gehabt hätte!“<br />
- Jogger kommen hier regelmäßig durch, sind auch schon Kinderwägen hier durchgeschoben worden&#8230;, überall werden Schilder aufgestellt, nur hier wird nicht vorm öffentlichen Personennahverkehr gewarnt&#8230;<br />
„Das is hier wirklich nicht mehr feierlich, was?“<br />
- Sind halt die letzten Tage vom Friedrichshain&#8230;<br />
„Wie meinste das?“<br />
- Kannste Dich noch an das Gelände erinnern, wo jetzt die <a title="Prenzlauer Gärten" href="http://www.prenzlauer-gaerten.de">Prenzlauer Gärten</a> draufstehen? Mit dem Trafohäuschen, der Freiluftreppe und dem alten Autowrack?<br />
„Die überwucherte Brache, die rund um die Uhr offen hatte?“<br />
- Genau die! Das war ein paradiesischer, kleiner Garten und heute steht Beton drauf!<br />
„Das is&#8217;n echter Jammer&#8230;, Märchenbrunnen is&#8217; ja nach der Sanierung auch tot!“<br />
- Und die Tuntenwiese gibt&#8217;s auch nicht mehr&#8230;<br />
„Stimmt, da war ja mal eine! Heute gibt&#8217;s da ja eher Kindergeburtstag als Zickenterror.“<br />
- Und deswegen drücken sich jetzt hier alle rum&#8230;, sind einfach zu viele&#8230;, deswegen läuft nix mehr und wird auch nix mehr laufen&#8230;, deswegen sag ich: Die letzten Tage vom Friedrichshain, der Freiraum hier geht flöten. Vielleicht steht die Bank hier ja mal eines Tages im <a title="Schwules Museum Berlin" href="http://www.schwulesmuseum.de">Schwulen Museum</a>. So als Mahnmal für die verlorenen Orte&#8230;<br />
„Pessimist!“<br />
- Ich weiß&#8230;</p>
<p><em>Al</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/11/25/kopulationskulturhistorische-betrachtungen/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vorne, hinten, rechts und links</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/07/20/vorne-hinten-rechts-und-links/</link>
		<comments>http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/07/20/vorne-hinten-rechts-und-links/#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Jul 2008 00:07:49 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Al</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drei Tage mit Al]]></category>
		<category><![CDATA[Mediaspree versenken]]></category>
		<category><![CDATA[Umbruch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://abriss-berlin.de/blog/?p=827</guid>
		<description><![CDATA[Dienstag Der Raum ist erhellt vom grellen Neonlicht, die Tische sind streng in einem Viereck angeordnet. Die Seiten sind klar: Vorne, hinten, rechts und links. Vorne ordnet an, Links bestreitet, Rechts stimmt zu, Hinten hat nichts zu melden. Hinten würde aber gerne sein Anliegen präsentieren, aber Vorne, Links und Rechts interessiert es eigentlich nicht, wollen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Dienstag</strong></p>
<p>Der Raum ist erhellt vom grellen Neonlicht, die Tische sind streng in einem Viereck angeordnet. Die Seiten sind klar: Vorne, hinten, rechts und links. Vorne ordnet an, Links bestreitet, Rechts stimmt zu, Hinten hat nichts zu melden.</p>
<p>Hinten würde aber gerne sein Anliegen präsentieren, aber Vorne, Links und Rechts interessiert es eigentlich nicht, wollen eigentlich lieber nicht belästigt werden &#8211; alles Unfug in ihren Augen. Plötzlich hat Rechts was gegen Links. „Links sind zuviele“ wird gekräht. Links erwidert: „Is&#8217; ja gar nicht wahr, wir haben ein Recht hier zu sein“.</p>
<p>„Ein Teil von Links muss gehen“, sagt Vorne, Hinten wird gar nicht gefragt.</p>
<p>Vorne fängt an zu schwafeln, lobt Hinten für das Engagement, aber was Hinten eigentlich will, ist gar nicht machbar. Links und Rechts stimmen zu. Warum soll Hinten in dem herumgereichten Papier nachlesen.</p>
<p>Papier ist geduldig, Hinten nicht, stellt unbequeme Fragen. Vorne, Links und Rechts gähnen.„Steht doch alles im Papier“, sagt Vorne.</p>
<p>„Damit ist jetzt Schluss, alles ist gesagt, vorbei, aus, amen, basta“ sagt Vorne und ist beleidigt, weil Hinten ja gar nicht verstehe, um was es geht.</p>
<p>Hinten denkt sich: „Es geht um euren faulen Arsch. Nicht nur, aber auch.“</p>
<p>Ein schlechtes Theater ist vorbei. Hoffentlich ist bald Mittwoch.</p>
<p><em>Al</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/07/20/vorne-hinten-rechts-und-links/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>1</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Bon appétit</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/06/27/bon-appetit/</link>
		<comments>http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/06/27/bon-appetit/#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 14:52:18 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Al</dc:creator>
				<category><![CDATA[Drei Tage mit Al]]></category>
		<category><![CDATA[Mediaspree versenken]]></category>
		<category><![CDATA[Umbruch]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/06/27/bon-appetit/</guid>
		<description><![CDATA[Montag Es ist früh. Das offene Fenster verrät mir, dass Kreuzberg aufwacht. Der Türkenbengel von oben fährt mit dem Roller los, während sein Vater Säcke von leeren Plastikflaschen zu Plus rüberbringt, um bare Münze zu sehen. Einstein wackelt im langen Mantel die schönste Straße runter, während jemand nach seiner Frau ruft&#8230;, falsch, er will Bier! [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Montag</strong></p>
<p>Es ist früh. Das offene Fenster verrät mir, dass Kreuzberg aufwacht. Der Türkenbengel von oben fährt mit dem Roller los, während sein Vater Säcke von leeren Plastikflaschen zu Plus rüberbringt, um bare Münze zu sehen. Einstein wackelt im langen Mantel die schönste Straße runter, während jemand nach seiner Frau ruft&#8230;, falsch, er will Bier! Morgens ist Kreuzberg am schönsten. Der Tag wird hart. Für alle. Man bereitet sich vor, jeder auf seine Weise. Es ist gut, denn es funktioniert. Einigermaßen.</p>
<p>Ich steig aufs Rad, es geht los. Der Kampf beginnt, die Køpi und der Schwarze Kanal grüßen mich auf&#8217;m Weg. Ich bin unterwegs von Problemkiez Nummer 1 über die neue schicke Mitte, die ihre leeren Seifenblasen neuerdings aus Beton fertigen muss, damit ihre Utopie nicht allzu schnell bröckelt. Ich lass das Hackesche Gedöns hinter mir und fahr &#8216;nem stinkenden Bonzenauto hinterher, in den Problemkiez Nummer 2, den Wedding&#8230;</p>
<p>Ich bin früh dran, fahr &#8216;ne Straße weiter und leg mich nochmal in den Hain und kram aus meiner Tasche den zerdrückten Tabakbeutel raus. Da ist noch ein Rest. Ein ungerauchter Secret Agent! Ich lecke mir die Lippen, die Sonne scheint, die Lust ist groß, aber der Tag ist lang und ich drehe mir &#8216;ne Kippe. Wieder aufs Rad, die Arbeit wartet, das Chaos will geordnet werden&#8230;</p>
<p>Bei der Maloche gewöhn ich mir das Qualmen ab, ich komm einfach nicht mehr dazu. Krass! Der Arbeitstag ist wieder vorüber und der nächste Kampf wartet&#8230;</p>
<p>61 ist schick, X-Berg ist hip, neu im Kommen ist der geile Neuberg und das smoothe Kreuzkölln. Von der anderen Seite drückt MediaSpree rein. O2 hat seinen Leuchtturm an die Spree gestellt. Investoren, kommt und grabt das fruchtbare Land unter den Füßen der Assis und Armen um, vertreibt sie, baut Türme aus Stahl, Beton und Glas! Zeigt die Geilheit und die Macht der Medien! Macht euch die Strandbars zu eigen und zeigt, wie hip die Stadt ist! Kreischt den Hype um das kulturelle Erlebnis raus! Das ist die NKKM &#8211; Neue Kreative Kreuzberger Mischung &#8211; YEAH! Werbeagenturen verdienen Geld im Schlaf, jedenfalls hört sich&#8217;s so an, als wären die Kreativen nicht mehr so ganz wach gewesen beim Brainstorming.</p>
<p>Nicht mit Renate, nicht mit Serdar, nicht mit Steve, mit 16.000 Anderen nicht. Wir wehren uns. Wir versalzen den Investorenassis nicht nur die Suppe, wir scheißen auch noch rein. Bon appétit und viele Grüße aus SO36.</p>
<p><em>Al</em></p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/06/27/bon-appetit/feed/</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>

