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	<title>ABRISSBERLIN &#187; Enjoy its defect</title>
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		<title>Urbane Einsamkeitsräume</title>
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		<pubDate>Mon, 09 Aug 2010 23:18:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die andere Person</dc:creator>
				<category><![CDATA[Enjoy its defect]]></category>

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		<description><![CDATA[Stadtsoziologin Karin Baumert befragt Daniel Sebastian Schaub zu seinem Erleben urbaner Einsamkeitsräume und zu seinen Fotografien der Nachkriegsmoderne. Sind Deine Ausflüge in die Stadt spontan oder geplant? Meine Ausflüge sind sehr spontan – Spontanität ist eine Vorbedingung, die zum Gelingen einer Begegnung mit einem Ort oder einem Gebäude führt. Durch spontane Handlung kann ich aus [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Stadtsoziologin Karin Baumert befragt Daniel Sebastian Schaub zu seinem Erleben urbaner Einsamkeitsräume und zu seinen Fotografien der Nachkriegsmoderne.</em></p>
<p><strong><em>Sind Deine Ausflüge in die Stadt spontan oder geplant?</em></strong></p>
<p>Meine Ausflüge sind sehr spontan – Spontanität ist eine Vorbedingung, die zum Gelingen einer Begegnung mit einem Ort oder einem Gebäude führt. Durch spontane Handlung kann ich aus meiner strengen Selbstregulierung und meiner zwanghaften Enge ausbrechen. In der Folge entsteht die notwendige Offenheit und Unvoreingenommenheit, die überhaupt erst ein Erkennen von Zuständen außerhalb des Selbst ermöglicht. Ich gebe mir also meist eine grobe Fahrtrichtung vor oder suche mir einen Ort aus, an den ich gerne fahren würde. Ein paar Minuten später bin ich dann schon auf der Straße. Alles geschieht rasend schnell. Im Laufe der Zeit wurde es für mich immer komplizierter, die Spontanität aufrecht zu erhalten. Mittlerweile hat sich für mich ein breites Spektrum an Orten und Gebäuden ergeben. Es gibt unzählige Orte in dieser Stadt, die sich außerhalb einer funktionierenden gesellschaftlichen Struktur befinden, oder Gebäude, die massive Prozesse der Entwertung und der Zerrüttung durchlaufen haben. Ich begegne diesen Orten zwar stets mit den gleichen Motivationen – ich konfrontiere mich mit dem Defizitären, dem Wertlosen, dem Unschönen, der Deformation, der Ausgrenzung und dem Verächtlichen. Dennoch weist jeder dieser Räume eine eigene Identität auf, die zu völlig unterschiedlichen Erscheinungen führt. Mit dem Zuwachs an mir bekannten Orten stellen sich mir Fragen der eigenen Verwaltung dessen. Die Ansammlung von Orten auf Zetteln, die mich an die Existenz der Orte erinnern sollen, kann durchaus störend wirken und jegliche Spontanität ersticken.</p>
<p><strong><em>Wann hast Du Dich das erste Mal in Deinem Leben in „Einsamkeitsräume“ verliebt?</em></strong></p>
<p>Das erste Mal habe ich mich in Einsamkeitsräume verliebt, als ich in großer Not war und überhaupt keinen Weg mehr in die Gesellschaft sah –  ich fühlte mich leblos und isoliert. Die leeren Orte und Gebäude haben mich förmlich angezogen – wir sind uns einfach begegnet! Relativ schnell wurde mir bewusst, dass diese zerrütteten Räume Bruchstellen in einem engen Gesellschaftsgefüge darstellen. An diesen Orten spürte ich ganz viel Platz und Raum, eben weil sie keinen vorgegebenen Funktionen mehr unterliegen – Verwertung und Illusion, Menschen und Werbung, Licht und Glanz sind abwesend. Diese Orte wurden für mich zum Beleg, dass das politische Streben nach Wachstum längst zu einem Phantom geworden ist und es zahlreiche Stellen in dieser Gesellschaft gibt, die mit einer ganz anderen Logik besetzt sind. Gerade weil an diesen Orten herkömmliche Strukturen abwesend sind, kann ich dort anwesend sein. Allerdings verweile ich nicht in diesen Räumen, sondern nehme ihre Logik in mich auf und versuche damit einen gesellschaftlichen Raum zu entwickeln, in dem ich anwesend bleiben kann. Mittlerweile habe ich das Gefühl, immer mehr und gleichzeitig immer weniger in einer Gesellschaft leben zu können. Diese gegenläufigen Tendenzen gehen einfach miteinander einher und regeln meine Anwesenheit.</p>
<p><strong><em>Wie kehrst Du von Deinen Exkursionen zurück?</em></strong></p>
<p>Ich kehre voller Lebendigkeit und Leichtigkeit zurück. Die erlebbaren Identifikations- und Entfaltungsmöglichkeiten an diesen Orten beruhigen mich, ohne mich zu besänftigen oder zu sättigen. Durch diese Orte und Gebäude kann ich meine Not in nutzbares Handlungspotential verwandeln. In der Folge verschwindet meine Not zwar nicht, aber es wird möglich, mit ihr in Austausch zu treten und mit ihr zu handeln. Meine Fotografien verdeutlichen zum Einen, wie ich diese gesellschaftlichen Räume sehe und zum Anderen kann ich durch diese eine gesellschaftliche Position gestalten, die es mir gestattet, meiner eigenen Anwesenheit Raum zu geben und mit mir selbst in Austausch zu treten.</p>
<p><strong><em>Hast Du eine Lieblingstageszeit, ein bevorzugtes Wetter, eine bestimmte Jahreszeit?</em><br />
</strong></p>
<p>Erstmal gibt es keine Beschränkungen. Ich gehe zu allen Tages- und Nachtzeiten an leere Orte, sofern ich ein Bedürfnis danach habe. Manche Orte besuche ich nur in der Nacht. IDann laufe ich im Dunkeln über abgeräumte Flächen und kann keinen Unterschied mehr zwischen mir und meiner Umgebung feststellen. In so einem Moment fühle ich mich vollständig. Die meisten Orte und Gebäude besuche ich allerdings am Tage, da ich sie meist – aber nicht immer – fotografiere und dazu genügend Licht benötige. Dennoch ist es so, dass ich mich sehr stark auf die äußeren  Gegebenheiten einlasse. Dass sich die äußeren Gegebenheiten – die Erscheinung der Orte, das Wetter, die Jahreszeit – ständig verändern, ist für mich sehr hilfreich, weil ich dadurch den Ort in seiner Verschiedenheit erleben kann. So kann die Begegnung mit einem Raum jedes Mal etwas vollkommen Neues bedeuten. Es entstehen keine Routinemäßigkeiten, ich kann mich nicht einrichten und halte in der Konsequenz meine Aufmerksamkeit aufrecht.</p>
<p><strong><em>Wie findest Du das Detail?</em></strong></p>
<p>Das Detail finde ich auf der Grundlage meiner Persönlichkeitsstruktur. Für mich gibt es erstmal keine Grenzen zwischen mir und jemand oder etwas Anderem – bei jeder Begegnung erlebe ich dies aufs Neue! Demzufolge reduziere ich mein Gegenüber auf etwas Essentielles, um mir Orientierung und Klarheit zu verschaffen. Die Begegnung mit einem Gebäude oder einem gesellschaftlichen Zustand ist für mich einfacher als die Begegnung mit einem Menschen. Denn ein Gebäude vermittelt einen abstrakten und umfassenden Gesellschaftszustand, den ich durch meine eigene Erfahrungswelt entschlüsseln kann. Ich gehe also sehr nah an ein Gebäude heran und fixiere mich auf einzelne Elemente oder ganze Einheiten. Natürlich spielt auch der Blick durch die Kamera eine Rolle, da sich darin die Welt immer in reduzierter und konzentrierter Form zeigt. Die Fixierung auf Flächen und die Verwandlung der Gebäude sind ein enormer Konzentrationsakt, der mich an die Ränder meiner Kraft und des Machbaren treibt, was mir letztlich meine tatsächliche Anwesenheit belegt.</p>
<p><strong><em>Wie lange verweilst Du an den Orten?</em></strong></p>
<p>Ich verweile nie, ich bin dort die ganze Zeit am Handeln und wenn es für mich dort nichts mehr zu tun gibt, dann gehe ich! Die Orte und Gebäude sind für mich Projektionsräume – ihr Zustand ist mein Zustand. Wir unterscheiden uns nur in der Konsequenz – sie werden unsichtbarer und ich sichtbarer, sie verfallen und ich formiere mich. Ich akzeptiere das, denn ich verinnerliche ihre Seinsweise und erschaffe durch und mit diesen Räumen neue Gegenständlichkeiten. Diese Gegenständlichkeiten bilden die Grundlage für den Entwurf neuer gesellschaftlicher Räume. Ich erlebe es als Bedrohung und als Glück zugleich, strukturell keine alternative Handlungsweise erstellen zu können, in der ich leben könnte, als die, in der ich mit mir verfahre.</p>
<p><strong><em>Wann begegnet Dir das korrespondierende theoretische Moment?</em></strong></p>
<p>Das korrespondierende theoretische Moment ist permanent anwesend. Es führt mich zu diesen Orten und Gebäuden hin, es wartet dort schon auf mich und ich nehme immer etwas davon in mich auf. Manchmal habe ich das Gefühl, selbst mehr ein theoretisches Moment zu sein als ein Mensch. Aber natürlich gibt es auch konkrete Momente, in denen mir die Wirkung der Stadt- und Gebäudestruktur der Moderne besonders bewusst wird. Meist dann, wenn ich von der einen in die andere Stadtstruktur übergehe. Kehre ich z.B. in die gründerzeitliche Blockrandbebauung zurück, dann verdunkelt sich für mich quasi der Himmel. Ich spüre ganz konkret, wie sich der verfügbare öffentliche Raum reduziert und dass dies mit geistiger Beschränkung, Enge und Mangel an Optionen einhergeht. Daran kann ich auch immer wieder feststellen, dass der Entwurf einer Stadtstruktur Ausdruck eines Gesellschaftsentwurfs ist. Daraus folgt für mich, dass eine jeweils angemessene Betrachtung und Bewertung von Stadt und Gebäuden nur Sinn macht, wenn neben dem aktuellen Zustand und dem zeitlichen Verlauf auch die gesellschaftliche Idee, die zum Entwurf dieser Räume führte, Berücksichtigung findet. Gerade dann, wenn ich unmittelbar vor den Gebäuden der Nachkriegsmoderne stehe und ihre Logik auf mich wirken lasse, entpuppt sich eine ganze Denkwelt, die dort nach wie vor anwesend ist und sich sogar in der Zeit fortentwickelt hat.</p>
<p><strong><em>Kannst Du in einem Satz zusammenfassen, was für Dich „die Moderne“ ist?</em></strong></p>
<p>Moderne ist eine gesellschaftliche Konzeption, die dem Menschen in vielerlei Hinsicht Raum und Platz in der Öffentlichkeit gestattet – eine gesellschaftliche Idee, die allerdings unter der Dominanz bürgerlicher Tradition kaum erkennbar bleiben wird.</p>
<p><a href="http://blog.transformationsfelder.de">http://blog.transformationsfelder.de</a></p>
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		<title>What about destruction?</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/11/30/what-about-destruction/</link>
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		<pubDate>Mon, 30 Nov 2009 20:25:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abriss Ghost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Enjoy its defect]]></category>

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		<description><![CDATA[Im Rahmen der ABRISSBERLIN-Finissage Von der Verdichtung zur Vernichtung präsentierte die Ostprinzessin den dritten Teil ihrer Trilogie What about destruction?. In einer beängstigenden Live-Performance sank sie schließlich zu Boden, um nach dem zweiten Set des Westmonster dem Publikum als Untote erneut zu erscheinen und Teil 1 und Teil 2 der Trilogie darzubieten. Als Zugabe las [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Im Rahmen der ABRISSBERLIN-Finissage <a title="Recht auf Stadt!" href="http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/11/17/abrissberlin-finissage-recht-auf-stadt">Von der Verdichtung zur Vernichtung</a> präsentierte die Ostprinzessin den <a title="What about destruction?" href="http://www.ostprinzessin.de/what-about-destruction">dritten Teil</a> ihrer Trilogie <em>What about destruction?.</em> In einer beängstigenden Live-Performance sank sie schließlich zu Boden, um nach dem zweiten Set des <a title="Westmonster" href="http://www.westmonster.de"><em>Westmonster</em></a> dem Publikum als Untote erneut zu erscheinen und <a title="Intermezzo" href="http://www.ostprinzessin.de/intermezzo">Teil 1</a> und <a title="Engel ohne Hose" href="http://www.ostprinzessin.de/engel-ohne-hose">Teil 2</a> der Trilogie darzubieten. Als Zugabe las die Ostprinzessin dann noch ihren Klassiker <a title="Ständig Rand" href="http://www.ostprinzessin.de/staendig-rand"><em>Ständig Rand</em></a>.</p>
<p><img class="alignnone size-full wp-image-1342" title="ostprinzessin" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/ostprinzessin.jpg" alt="ostprinzessin" width="550" height="733" /></p>

<a href='http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/11/30/what-about-destruction/ostprinzessin-pistole/' title='ostprinzessin'><img width="150" height="150" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/ostprinzessin-pistole-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="ostprinzessin" title="ostprinzessin" /></a>
<a href='http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/11/30/what-about-destruction/ostprinzessin-newyorck/' title='ostprinzessin'><img width="150" height="150" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/ostprinzessin-newyorck-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="ostprinzessin" title="ostprinzessin" /></a>
<a href='http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/11/30/what-about-destruction/ostprinzessin-tot/' title='ostprinzessin_tot'><img width="150" height="150" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/ostprinzessin-tot-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="ostprinzessin_tot" title="ostprinzessin_tot" /></a>
<a href='http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/11/30/what-about-destruction/ostprinzessin-untot/' title='ostprinzessin_untot'><img width="150" height="150" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/ostprinzessin-untot-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="ostprinzessin_untot" title="ostprinzessin_untot" /></a>
<a href='http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/11/30/what-about-destruction/ostprinzessin-engel/' title='ostprinzessin_engel'><img width="150" height="150" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/ostprinzessin-engel-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="ostprinzessin_engel" title="ostprinzessin_engel" /></a>
<a href='http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/11/30/what-about-destruction/westmonster-newyorck/' title='westmonster_on_stage'><img width="150" height="150" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/westmonster-newyorck-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="westmonster_on_stage" title="westmonster_on_stage" /></a>
<a href='http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/11/30/what-about-destruction/ostprinzessin-2/' title='ostprinzessin'><img width="150" height="150" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/ostprinzessin-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="ostprinzessin" title="ostprinzessin" /></a>
<a href='http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/11/30/what-about-destruction/phantom/' title='phantom'><img width="150" height="150" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/11/phantom-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="phantom" title="phantom" /></a>

<p><em><strong>*</strong></em><a href="http://www.ostprinzessin.de/schnuppe"><em><strong>schnuppe</strong></em></a> Format 10 &#8211; PHANTOM:</p>
<p>24 Seiten über Begierde, Engel &amp; Eliten, Geschlecht &amp; Destruktion, Überdruss, Schwindsucht und Sichtbarkeit. Mit wissenschaftllicher Unterstützung, &#8216;nem Hilferuf, &#8216;ner bösen Seite und endgültigen Antworten. Ohne Wenn und Aber. Von Prinzessinenhand geformt.</p>
<p><strong>Kostenlos erhältlich.</strong> Bestellbar per Email: ostprinzessin (ät) ostprinzessin.de<br />
Auslegestellen u.a. in Mitte und Kreuzberg: Ackerkeller, Bergstr. 68; Projektehaus NewYorck im Bethanien, Mariannenplatz 2a</p>
<p><em>Fotos 1-8: hansohneglück; Foto 9: ostprinzessin<br />
</em></p>
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		<title>Der Mauerpark als Spielwiese</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/09/05/der-mauerpark-als-spielwiese/</link>
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		<pubDate>Sat, 05 Sep 2009 21:12:45 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die andere Person</dc:creator>
				<category><![CDATA[Enjoy its defect]]></category>

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		<description><![CDATA[Warum „Unansehnliches“ unerträglich und zwingend zu beseitigen ist Ein Ort, der nicht mehr mit vertrauten, erprobten und durchaus gewöhnlichen gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen belegt ist, hat keine Existenzberechtigung in einer überaus verwertungsgesteuerten Gesellschaft. Er ist das Negativ einer auf Nutzbarmachung und Zweckbestimmtheit ausgerichteten Denk- und Handlungsweise. Solch ein Umstand – mitten im urbanen Raum – [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Warum „<a title="&quot;unansehnliche Brachen&quot; (Zitat: Bürgerinitiative Mauerpark Fertigstellen)" href="http://www.mauerpark-fertigstellen.de">Unansehnliches</a>“ unerträglich und zwingend zu beseitigen ist</strong></p>
<p>Ein Ort, der nicht mehr mit vertrauten, erprobten und durchaus gewöhnlichen gesellschaftlichen Strukturen und Prozessen belegt ist, hat keine Existenzberechtigung in einer überaus verwertungsgesteuerten Gesellschaft. Er ist das Negativ einer auf Nutzbarmachung und Zweckbestimmtheit ausgerichteten Denk- und Handlungsweise. Solch ein Umstand – mitten im urbanen Raum – gilt es alsbald zu entfernen. Verschiedenste soziale Gruppen und Milieus unternehmen Versuche der Integration. Der Prozess der Rückeroberung verlorener Gebiete beginnt. Neuland entsteht während dieses Vorgangs allerdings keines – wie auch, wenn es bereits vorhanden war, als unansehnlich und wertlos klassifiziert und abgetan wurde. Die Beschlüsse liegen vor: Die Einen wollen Häuser, die Anderen wollen Rasen &#8211; so soll es sein.</p>
<p>Es mag verwundern und schockieren, auf funktionslose, sich selbst überlassene Orte inmitten starker Verdichtungsräume zu treffen. Denn die konzeptionelle, zwanghafte Enge der Steinernen Stadt gestattet nun einmal kein Ausscheren im Denken und Handeln. Demnach können die Bruchstellen – Ruinen und Brachen – Berlins, die an vielen Ecken vorhanden und zu sehen sind, überhaupt gar nicht erfasst und in ihren Eigenschaften erkannt werden. Stattdessen wird unermüdlich in geistiger Enge verfahren und das Bemühen unternommen, einen kontrollierbaren Zustand auf diesen Gebieten zu reaktivieren – speziell im Mauerpark: Eine beherrschbare Installation zur Stärkung (Bebauung) bzw. Überwindung (Grünfläche) strukturell geschaffener sozialer Parallelität.</p>
<p>Die Orte der Leere verkörpern Prozesse praktischer und symbolischer Entstrukturierung – sie zeigen Gegebenheiten, die keine lückenlose und widerspruchsfreie Projektion erlauben. Niemand  spiegelt sich gerne in verrufenen, degradierten und verwundeten (Stadt-) Räumen – ein Verhältnis scheint nicht möglich, denn es impliziert eine zu massive Hinterfragung der Konzeption moderner Gesellschaft, die nach wie vor von Wachstumsbestreben und Erwerbsarbeitsfetischismus heimgesucht wird. Ein Gebiet wie das am Mauerpark ist Kehrseite und Konsequenz der Wachstumsorientierungen, es handelt sich um eine offene Stelle, die durch Abwesenheit und fehlende Ablenkungen (Werbung und Menschen) gekennzeichnet ist.</p>
<p>Leere und Lücke im urbanen Raum sind ein wertvoller, bedrohter und auch bedrohender Optionsraum, in dem es nicht um Aneignung, sondern um Austausch geht. Weder Dauerhaftigkeit noch überbordende Raumvorstellungen – die Einen wollen ihre Ideen in Beton gießen, die Anderen wollen die ihnen widerstrebenden und unansehnlichen Verhältnisse unter einen Rasenteppich kehren – erscheinen angebracht. Vielmehr handelt es sich um einen Raum, der frei bleiben muss, um prekäre Transformationen in erweiterte Denkformationen zu ermöglichen – ein Raum sichtbarer Widersprüche, der eine konfrontierende Wirkung provoziert.</p>
<p>Nichts ist leichter, als einen Ort mit fremden, an ihn herangetragenen Vorstellungen zu bedrängen und sein Wesen in Folge einer Vereinheitlichung und Beschönigung zu vernichten. Am Ende freuen sich die Initiatoren – wer auch immer siegen wird – über die Durchsetzung ihrer Raumkonzeption. Über die bis dato vorhandene Zwischen-Welt wird dann einfach nicht mehr gesprochen, da sie unbegreiflich und andersartig blieb. Aus den Augen, aus dem Sinn.</p>
<p><em>Daniel Sebastian Schaub</em></p>
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		<title>Berlin: Trümmer und Zerrissenheit</title>
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		<pubDate>Tue, 30 Jun 2009 10:12:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die andere Person</dc:creator>
				<category><![CDATA[Enjoy its defect]]></category>

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		<description><![CDATA[Der Vollzug emanzipatorischer Handlung Durch Berlin zu fahren, bedeutet, sich auf Konfrontationskurs zu begeben. Trümmer, Reste, Zerrissenheit, Lücken, Leerstand und Verfall erzeugen alles Andere als ein glattes, softes, einheitliches Stadtbild und Lebensgefühl. In jedem Reiseführer über Berlin lässt sich ein kurzer historischer Abriss finden, der die permanent besondere Situation dieses Ortes verdeutlicht: Spät und schnell [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Der Vollzug emanzipatorischer Handlung</strong></p>
<p>Durch Berlin zu fahren, bedeutet, sich auf Konfrontationskurs zu begeben. Trümmer, Reste, Zerrissenheit, Lücken, Leerstand und Verfall erzeugen alles Andere als ein glattes, softes, einheitliches Stadtbild und Lebensgefühl. In jedem Reiseführer über Berlin lässt sich ein kurzer historischer Abriss finden, der die permanent besondere Situation dieses Ortes verdeutlicht: Spät und schnell gewachsen, auf sandigem Untergrund gebaut, immerwährend am Entstehen, nationalsozialistischer Größenwahn, von amerikanischen und englischen Fliegern zerbombt, die Teilung der Stadt, die eine Hälfte eingemauert und zum Paradies für staatliche Förderung des Westens kultiviert, die andere Hälfte zum sozialistischen Großprojekt gereift, der Mauerfall und die formelle Einheit, Berlin als Investitionslandschaft, Bankenskandal und Schuldenlast führen schließlich zu folgendem Ergebnis: Berlin, ein Ballungsraum &#8211; mitten im punktuell schrumpfenden Ostdeutschland &#8211;  mit einem gigantischen Erwerbsarbeitsdefizit.</p>
<p>Keine andere europäische Stadt ist derart mit Wandlungen innerhalb eines so kurzen historischen Zeitraums konfrontiert und bestückt worden. Berlin ist alles, nur nicht herkömmlich. Gerade weil dieser Stadtraum eine solch historische, gesellschaftliche und bauliche Zerrüttung aufweist, finden sich Menschen in Berlin ein, die an anderen Orten als defekt, abartig und verrufen gelten und sich dort auch durchaus als solche wahrnehmen müssen. Denn der soziale Raum bzw. die jeweilige Umwelt ist Grundlage für das Erleben und Definieren der eigenen Persönlichkeit. In Berlin gibt es gesellschaftliche Nischen, in denen man nicht verharren muss, sondern aus denen heraus man agieren kann. Es ist gar nicht notwendig, sich in traditionellen (politischen) Gruppen zu formieren, es ist relativ einfach, selbst Ideen und Netzwerke entstehen zu lassen, die in der Öffentlichkeit an sozialen Schnittstellen arbeiten und ein zusätzliches Meinungsfeld schaffen – was angesichts von Medienmonopolisierung zwingend notwendig ist.</p>
<p>Es ist nicht nur von Bedeutung, festzuhalten, was alles an einem Ort anwesend ist, sondern auch zu schauen, was alles abwesend ist: Ganz vorn findet sich die Abwesenheit von Wachstum, was sich im Fehlen sowie in der Art und Weise der vorhandenen Erwerbsarbeit – prekäre Beschäftigung und staatlich subventionierte Beschäftigung – ausdrückt. Mangel an Wachstum lässt sich auch in der Berliner Baulandschaft erkennen, denn diese ist durch Lückenhaftigkeit und fehlende wie auch fehlgeschlagene (Groß-) Projekte gezeichnet. Berlins städtebauliche Strukturführer sind definitiv trümmer- und lückenfeindlich, denn durch Anlocken finanzkräftiger Investoren versuchen sie, die Stadt mit Großprojekten aufzumotzen, um sie in neuer bzw. traditioneller Potenz zu erleben. Dafür werden an zahlreichen Orten dieser Stadt Menschen verdrängt und Gebäude der Nachkriegsmoderne abgerissen. Licht, Luft und Sonne – die Merkmale der Moderne in der Stadtentwicklung – weichen vielerorts identitäts- und heimatlosen Investorenprojekten in dichter Blockbebauung. Die Planungsmodelle für eine Stadt der Zukunft orientieren sich wieder vornehmlich an der Jahrhunderte lang praktizierten Stadtplanung und Bautradition (Steinerne Stadt).</p>
<p>Die massive Verdichtung urbanen Raums zur Rekonstruktion der alten Stadtstruktur geht zu Lasten öffentlicher Freiflächen und mit dem Abriss denkmalgeschützter Nachkriegsarchitektur einher. Die Wiederherstellung historischer Fassaden, ganzer Gebäude sowie die Rekonstruktion der Stadt- und Raumplanung (Straßenraster und Blockbebauung) blendet zunehmend die Zerstörungen des Zweiten Weltkriegs und die darauf folgende Neuordnung urbanen Raums aus. Die Riegelbauten der Moderne sind weder an maximaler Stadtraumausnutzung noch an der reinen Profitlogik orientiert, der heute wieder gefröhnt wird. Fragwürdig ist das auch angesichts des  hohen Gewerbe- und Büroflächenleerstands.</p>
<p>Die Praxis, Gebäude der Nachkriegsmoderne zu verunstalten oder abzureißen, Brachen und Freiflächen zu entfernen, geht mit dem Versuch einher, sich der Verantwortung der nationalsozialistischen Herrschaft sowie der daraus resultierenden Folgen für die beiden deutschen Gesellschaften zu entledigen. Sich aufklärerischer Architektur zu verschließen oder sie gar zu entfernen und sich im Gegenzug romantisierenden und verklärenden Bauten hinzuwenden und diese wieder zu errichten, spricht in einer Gesellschaft, deren Zukunft und Planbarkeit längst abhanden gekommen ist, für sich.</p>
<p>Viele Menschen kommen nach Berlin, weil sie einen Stadtraum vorfinden, der Bruchstellen aufweist. Zerrissenheit und Widersprüchlichkeit vorzufinden, das ist näher am Leben der Menschen als die Kontinuität und Einheit, die sie andernorts erleben müssen. Gerade dann, wenn der soziale Raum nicht geglättet ist, ergibt sich für sie die Möglichkeit, aus überkommenen Mustern – Erwerbsarbeitsfetischismus und Geschlechterkonformität – auszubrechen. Emanzipatorische Handlung – Fesseln abstreifen – wächst an Orten sichtbarer Widersprüche, an denen Bürgerlichkeit und eine gesellschaftlich planbare Zukunft abwesend sind.</p>
<p>Wir sind Statuspassagiere ohne geregelte Zukunft – was könnte es an einem Ort emanzipatorischer Handlung Besseres geben!</p>
<p><em>Daniel Sebastian Schaub</em></p>
<p><a href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/06/palast-abriss.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1043" title="palast-abriss" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/06/palast-abriss-300x225.jpg" alt="Palast-Abriss" width="300" height="225" /></a></p>
<p><a title="Die gefährdete Moderne und der Verfall gesellschaftlicher Substanz" href="http://www.transformationsfelder.de"><strong>www.transformationsfelder.de</strong></a></p>
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		<title>Platz für Wachstum</title>
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		<pubDate>Tue, 26 May 2009 16:18:35 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
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			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/05/platz-fuer-wachstum.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-1028" title="platz-fuer-wachstum" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/05/platz-fuer-wachstum-300x224.jpg" alt="Platz für Wachstum" width="300" height="224" /></a></p>
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		<title>Ohne Worte</title>
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		<pubDate>Sun, 29 Mar 2009 23:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/03/yes-we-can.jpg"><img class="alignnone size-full wp-image-1010" title="yes-we-can" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/03/yes-we-can.jpg" alt="Yes we can" width="500" height="374" /></a></p>
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		<title>Ihn faszinieren Häuser, die keiner mehr will</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Feb 2009 13:05:19 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die andere Person</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demontage & Verfall]]></category>
		<category><![CDATA[Enjoy its defect]]></category>

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		<description><![CDATA[Artikel aus dem General-Anzeiger, Bonn, 10.02.2009: Ihn faszinieren Häuser, die keiner mehr will Daniel Schaub zeigt seine Fotografien von städtischer Zweckarchitektur in der Galerie des Kult 41 Von Sarah-Lena Gombert . NORDSTADT. Die graue Autobahnbrücke bietet einen tristen Anblick. Ein Treppenaufstieg, völlig verschmiert mit Graffiti. Ein alter Bürostuhl &#8211; von Moos überwuchert. Eigentlich sind es [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><em>Artikel aus dem <a title="General-Anzeiger Bonn" href="http://www.ga-bonn.de">General-Anzeiger</a>, Bonn, 10.02.2009</em><em>:</em></p>
<p><strong>Ihn faszinieren Häuser, die keiner mehr will</strong></p>
<p>Daniel Schaub zeigt seine Fotografien von städtischer Zweckarchitektur in der Galerie des Kult 41</p>
<p><em>Von Sarah-Lena Gombert .</em></p>
<p>NORDSTADT. Die graue Autobahnbrücke bietet einen tristen Anblick. Ein Treppenaufstieg, völlig verschmiert mit Graffiti. Ein alter Bürostuhl &#8211; von Moos überwuchert. Eigentlich sind es keine besonders attraktiven Motive, die sich Daniel Schaub für seine Foto-Ausstellung ausgesucht hat. Doch bei der Ausstellung „Die gefährdete Moderne und der Verfall gesellschaftlicher Substanz“, die seit dem Wochenende im Kult 41 zu sehen ist, zeigt der Berliner Soziologe die Ästhetik und Einzigartigkeit jener Bauten und Gegenstände, die eigentlich keiner mehr haben will.</p>
<p>„Ich habe vor allem Gebäude in Berlin und Brandenburg fotografiert, die in der Nachkriegszeit entstanden sind“, erklärt Schaub. Die 60 Bilder der Ausstellung sind aus den vergangenen zwei Jahren entstanden. Schaubs Motive sind vor allem leer stehende Häuser, U-Bahn-Stationen und andere öffentliche Plätze. „Der Stil dieser Gebäude wird heute oft als hässlich empfunden“, so Schaub.</p>
<p>Er sieht das anders, ihn faszinieren sie: „Die Bauten haben etwas Aufgeklärtes an sich, sie sind klar strukturiert und funktional.“ Doch von der Gesellschaft würden sie an den Rand gedrängt. „Es handelt sich um Architektur, die niemand mehr mag.“ Mit seinen Bildern in Schwarz-Weiß und Farbe versucht Schaub, den Betrachter davon zu überzeugen, die Dinge nicht einfach als hässlich abzutun, sondern das Besondere zu erkennen. Schaub ist der Ansicht, dass man solche Gebäude nicht in Vergessenheit geraten lassen darf, und schon gar nicht abreißen: „Gerade in Berlin gilt es, diese Häuser zu erhalten.“ Die Stadt weise eine enorme geschichtliche und gesellschaftliche Vielfalt auf, die man nicht einfach verdrängen dürfe.</p>
<p>Die Ausstellung „Die gefährdete Moderne und der Verfall gesellschaftlicher Substanz“ von Daniel Schaub ist noch bis Samstag, 21. März, in der Galerie, Hochstadenring 41, zu sehen. Die Öffnungszeiten orientieren sich am Veranstaltungskalender. Weitere Infos hierzu unter <a title="Kult41" href="http://www.kult41.de">www.kult41.de</a>.</p>
<p><a href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/artikel-general-anzeiger-bonn-10022009.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-992" title="artikel-general-anzeiger-bonn-10022009" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2009/02/artikel-general-anzeiger-bonn-10022009-300x202.jpg" alt="General-Anzeiger Bonn 10.02.2009" width="300" height="202" /></a></p>
<p><a title="www.transformationsfelder.de" href="http://www.transformationsfelder.de">www.transformationsfelder.de</a></p>
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		<title>Investitionshotel</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2009/01/02/investitionshotel/</link>
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		<pubDate>Fri, 02 Jan 2009 19:25:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Die andere Person</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Über verschiedene Realitäten, Schnittstellen und die Herrschaft des Geldes Sechs Stunden lang umgab ich mich in einem historisch-repräsentativen Gebäude mit gesellschaftlich anerkannter und lieb geschätzter Kunst – in der Arbeitsgesellschaft sind sechs Stunden fast ein ganzer Arbeitstag. An der Garderobe gab ich lediglich meinen beladenen Beutel ab, den schweren Mantel behielt ich an, denn darin [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Über verschiedene Realitäten, Schnittstellen und die Herrschaft des Geldes</strong></p>
<p>Sechs Stunden lang umgab ich mich in einem historisch-repräsentativen Gebäude mit gesellschaftlich anerkannter und lieb geschätzter Kunst – in der Arbeitsgesellschaft sind sechs Stunden fast ein ganzer Arbeitstag. An der Garderobe gab ich lediglich meinen beladenen Beutel ab, den  schweren Mantel behielt ich an, denn darin erlebe ich permanent das Bewusstsein, robust zu sein. Über den Inhalt meines Beutels werde ich mir immer öfter unsicher – ist es ein dickes Buch oder trage ich eine Waffe bei mir. Manchmal habe ich das Gefühl, dass nicht nur ich diesen Gedanken bekomme, sondern auch Menschen um mich herum darüber unsicher werden. Hin und wieder vergewissere ich mich dann, indem ich hineinschaue, und stelle fest, die Waffe bin ich und das ist ein Gesamtprojekt.</p>
<p>Von der Beutellast befreit, bewege ich mich durch die große Halle und schreite die massiv und breit angelegte Treppe nach oben. Zweitausend Jahre Deutsche Geschichte – ich war schon öfter hier und erfasse die Informationen selektiv und gezielt. Städtebau im Mittelalter – sehr interessante Darstellungen. Landkarten, überall Landkarten – ich fühle mich schon wie ein richtiger Mann und entdecke voller Lust die Abbilder der Welt. Wieder einmal fesselt mich die Abteilung des aufstrebenden Bürgertums, die Erfindung der Kindheit und die damit einhergehende, strenge Geschlechterrollenformation, die der modernen Gesellschaft einen zweigeschlechtlichen Zwangsapparat auferlegt. Kleidungen und Möbel vermitteln Lebensweisen vergangener gesellschaftlicher Geflechte – wir sind in jedem Fall Teil davon, egal in welcher Position und Abgrenzung wir uns in Bezug darauf selbst begreifen.</p>
<p>Etwas erschöpft und ermüdet von den Informationsmassen, gehe ich in die benachbarte Universität, um mir einen Automatenkaffee und einen Schokoriegel von Nestlé zu kaufen – wie dekadent. Die zweite Runde beginnt – Kriegs- und Nachkriegsgeschichte. Der Schreibtisch von Honecker ist etwas größer als der vom Hitler – die Größe des Arbeitstisches scheint nichts mit den Führungsqualitäten von Personen zu tun zu haben. Schließlich endet die Ausstellung mit dem Mauerfall und der Wiedervereinigung – ich sehe Hannelore und Helmut Kohl, das macht mich emotional – ich sehe Schreckgespenster.</p>
<p>Den Beutel wieder in meinen Händen tragend, gehe ich zum Bus – Friedrichstraße/Unter den Linden steige ich spontan aus. Die Gebäude glänzen und sind hell erleuchtet – das neue Hotel, welches weit über den Bordstein ragt, scheint weitgehend fertig zu sein, jedenfalls haben die Geschäfte im Erdgeschoss schon geöffnet. Ich fühle mich gut sortiert und bin empfänglich für diesen Ort – der Bau vermittelt mir das Gefühl einer Zeit gesellschaftlichen Aufschwungs. Diese brutal totsanierte Gegend impliziert Wachstum und Geld. Ein paar Blöcke weiter wird man jedoch schon wieder kräftig desillusioniert – der aktuelle Bauskandal am Tränenpalast und die umliegenden Lücken und Brachen befördern einen in Berlins Wirklichkeit zurück, die nur sehr punktuell vom Wachstum begleitet wird. Ich laufe schließlich unter den lichtgefluteten Arcaden des Neubaus entlang und treffe ganz zufällig einen Bekannten – ich freue mich sehr. Investitionen sind sein Geschäft – Inhalte sind mein Geschäft. Das unterscheidet uns, macht uns aber auch füreinander interessant.</p>
<p>Wir überlegen, einen Kaffee zu trinken, mir fällt aber kein Café ein, denn in dieser unsäglichen Gegend habe ich kaum Identifikationspunkte. Seine Einfälle scheitern am nicht vorhandenen Geld – weder Kohle für seinen Ofen noch Kohle für einen Kaffee ist vorhanden. Fremd, einfalls- und ratlos sowie ohne Geld, beschließen wir, ins benachbarte Kulturkaufhaus Dussmann zu gehen – im  obersten Geschoss finden wir einen Platz in der Politikabteilung und unterhalten uns eine ganze Zeit lang über die Finanzkrise, Kapitalwirtschaft, die Ursprünge der Zinswirtschaft, Erwerbslosigkeit und über unsere individuellen Lebenswege. In manchen Momenten habe ich das Gefühl, ihn zu erreichen, aber diese gehen geschwind vorüber – Schnittstellen sind eben fragile und flüchtige Positionen.</p>
<p>Leute laufen an uns vorüber und schauen sich Bücher an – ich genieße ihre Defekte, denn Beschädigung ist meine Ware. Ich verschmelze mit den Defiziten und Makeln der Suchenden. Mein Bekannter hat diesbezüglich eher eine konventionelle und distanzierte Haltung – er grenzt sich ab, ich fusioniere – jeder seiner Neigung entsprechend. Die ganze Zeit starrte ich schon auf die Bücherrubrik des Deutschen Herbst, da diese mir unmittelbar gegenübersteht. Ich erzähle meinem Bekannten, dass ich vor ein paar Tagen auf Ulrike Meinhofs Grab eine weiße Lilie gelegt habe. Das ist natürlich mehr als nur eine politische Handlung, es ist eine generelle und umfassende symbolische Handlung von Menschlichkeit. Die Grabfelder links und rechts von ihr sind übrigens noch frei, alle anderen sind belegt – Verachtung, Angst und Distanzwahrung scheinen auch nach über dreißig Jahren Totsein unüberwindlich zu sein.</p>
<p>Nach etwa eineinhalb Stunden fassen wir den Beschluss, die Höhle des Löwen zu verlassen. Seine Seite der Geldverhältnisse bleibt mir fremd, dass einen dieses Mittel so immens zerütten und zerfressen kann, ist schockierend. Wir verabschiedeten uns vor Dussmann und gingen in entgegengesetzte Richtungen.</p>
<p><em>Daniel Sebastian Schaub</em></p>
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		<title>Verrevoluzzt: Post vom Bezirksparlament</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/12/31/verrevoluzzt-post-vom-bezirksparlament/</link>
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		<pubDate>Wed, 31 Dec 2008 14:32:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Schief gewickelt, leidlich politisch korrekt und&#8230; Sehr geehrter Herr Haffki, das zu Ende gehende Jahr 2008 und die bevorstehenden Feiertage regen uns an, auf die Ereignisse des jahres zu schauen und den Blick auf das kommende Jahr zu richten. Als Kommunalpolitikerin möchte Ich in diesem Jahr Ihren Blick auf die vielen Menschen lenken, die sich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Schief gewickelt, leidlich politisch korrekt und&#8230;</p>
<p><a href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2008/12/bvv-weihnachts-und-neujahrspost.jpg"><img class="alignnone size-medium wp-image-967" title="bvv-weihnachts-und-neujahrspost" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2008/12/bvv-weihnachts-und-neujahrspost-211x300.jpg" alt="BVV-Weihnachts- und Neujahrspost" width="211" height="300" /></a></p>
<p><em>Sehr geehrter Herr Haffki,</em></p>
<p><em>das zu Ende gehende Jahr 2008 und die bevorstehenden<br />
Feiertage regen uns an, auf die Ereignisse des jahres zu<br />
schauen und den Blick auf das kommende Jahr zu richten.</em></p>
<p><em>Als Kommunalpolitikerin möchte Ich in diesem Jahr<br />
Ihren Blick auf die vielen Menschen lenken, die sich in<br />
Vereinen, Verbänden und Organisationen engagieren.<br />
Mein besonderer Dank gilt vor allem Ihnen, die sich für<br />
ihre Mitmenschen und ihre Umgebung für Gemeinsinn,<br />
Solidarität und Hilfsbereitschaft einsetzen, sei es im<br />
sozialen, kirchlichen, kulturellen oder anderen Bereich.<br />
Mit Ihrem Engagement tragen Sie wesentlich dazu bei,<br />
die Zukunft unseres Bezirkes positiv zu gestalten.</em></p>
<p><em>Im Namen aller Bezirksverordneten der BVV<br />
Friedrichshain-Kreuzberg wünsche ich Ihnen ein<br />
Weihnachtsfest, dass Sie so verbringen mögen, wie es<br />
Ihrem Geschmack und Ihrer kulturellen Tradition<br />
entspricht,<br />
Gesundheit, Glück und Erfolg im privaten und beruflichen<br />
Bereich für einen guten Start in das Jahr 2009.</em></p>
<p><em>Ihre<br />
Marianne Burkert-Eulitz<br />
Vorsteherin der Bezirksverordnetenversammlung<br />
Friedrichshain-Kreuzberg</em></p>
]]></content:encoded>
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		<title>Wenn Stadtentwicklung fassungslos macht</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/12/08/wenn-stadtentwicklung-fassungslos-macht/</link>
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		<pubDate>Mon, 08 Dec 2008 14:16:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Enjoy its defect]]></category>

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		<description><![CDATA[Ein Lachkrampf zwischen Havelspitze und Haselhorst Prenzlauer Berg, gestern Nacht. Um 0.06 Uhr steigen ich und die andere Person in die S-Bahn nach Jungfernheide. Weiterfahrt mit der U-Bahn. Das Ziel: Haselhorst. Hier wurde zwischen 1930 und 1935 die sogenannte Reichsforschungssiedlung Haselhorst angelegt und 1963 wurde hier der bekannte Travestiekünstler Ades Zabel geboren. Durch das nachtschlafene [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Ein Lachkrampf zwischen Havelspitze und Haselhorst </strong></p>
<p>Prenzlauer Berg, gestern Nacht. Um 0.06 Uhr steigen ich und die andere Person in die S-Bahn nach Jungfernheide. Weiterfahrt mit der U-Bahn. Das Ziel: Haselhorst. Hier wurde zwischen 1930 und 1935 die sogenannte Reichsforschungssiedlung Haselhorst angelegt und 1963 wurde hier der bekannte Travestiekünstler <a title="Ades Zabel als Karin Hoehne" href="http://adeszabel.de/?id=12">Ades Zabel</a> geboren. Durch das nachtschlafene Haselhorst gehend, vorbei an frühem sozialen Wohnungsbau, eine Einfamilienhaussiedlung –  mit Garagenhöfen aus verschiedenen Jahrzehnten – passierend,  gelangen wir über einen finsteren Pfad auf eine Straße, die direkt zur wundervollen Spandauer-See-Brücke führt.</p>
<p>Die kurz vor ihr auf einem Baufeld linear hintereinander gereihten Ketten sogenannter Townhouses lassen wir weitgehend unbeachtet rechts liegen. Wir gehen die Brücke hinauf und genießen die Atmosphäre. „Da gibt es doch nichts“, sagt die andere Person, als ich bereits auf die andere Seite laufe, hinein ins hingeklotzte Neubaughetto Wasserstadt. Eigentlich ist diese Lage an der Havel vortrefflich. Doch die Wasserstadt – gebaut seit den 90er Jahren – ist nicht geworden, was sie werden sollte. In der Abflugschneise vom Flughafen Tegel gelegen und ohne Anbindung an das U- und S-Bahn-Netz, hat dieses Neubaugebiet, das im Stile eines phantasielosen sozialen Wohnungsbaus – in großen Block-Formationen – errichtet wurde, von Anfang an vor Allem Menschen angezogen, die auf dem Wohnungsmarkt keine großen Sprünge machen können.</p>
<p>Gleich vorn am Eck findet sich der <a title="Jugendtreff Havelspitze" href="http://www.jugendtreff-havelspitze.de">Jugendtreff Havelspitze</a>. In der Nähe stehen ein paar Jugendliche und quatschen. Wir gehen weiter, hinein in die Neubauwüste. Eine Bushaltestelle bietet den ersehnten Nachtverkehr gen U-Bahnhof. In 15 Minuten wird ein Bus kommen, so lesen wir es auf dem Plan. In der Zwischenzeit pendeln wir zwischen Haarstudios, Havelufern und dem Innenhof eines der großen Blöcke, die durch einen Aufgang von der Straße aus erreichbar sind. Hier zu leben, das mag hart sein, aber für ein paar tausend Menschen ist es Realität. Von den Fassaden grüßen viele Satellitenschüsseln. Hier ist nicht Kreuzberg SO36. Street Life ist hier ein seltenes Phänomen. Und wo kein Street Life stattfindet, gerade dort muss man sich die große, weite Welt per Schüssel ins Wohnzimmer holen.</p>
<p>Wir gehen zurück zur Bushalte. Während der restlichen Wartezeit beginne ich damit, ein wenig zu spötteln: Ja der Busfahrer wird sich wundern, dass in dieser urbanen Öde überhaupt Leute einsteigen! Ja er wäre sicher froh, wenn er einfach weiterfahren könnte! Und dann plötzlich: Ein VW-Kleinbus hält am Wartehaus, „Berlin-Taxi“ steht außen dran. Ich wende mich ab. Keinesfalls werde ich jetzt ein Taxi besteigen, wenn doch gleich der Bus kommt! Aber die andere Person  fragt durch das hinuntergelassene Fenster der Beifahrerseite hindurch: „Sind Sie der Bus?“ Und ja, er ist es! Die andere Person öffnet die Seitentür und steigt ein. Ich folge fassungslos. „Die Tür ist nicht richtig zu“, sagt der Fahrer. Beim dritten Mal dann klappt es. Sieben Plätze, Anschnallgurte – wo nur bin ich hier gelandet? Werden wir gerade entführt? Aber wohin – und warum?</p>
<p>Das Fahrzeug ist bereits unterwegs und quert die Seebrücke. Ich ringe nach Fassung und auch die andere Person sitzt fassungslos auf ihrem Platz neben mir. Abgewetzte Polster und schmutzige Scheiben mit Voerhängen. Vorhänge wie im Flugzeug. Die andere Person spricht nun wie paralysiert aus, was ich noch gar nicht fassen kann: „Ich fühle mich gerade wie in einer anderen Welt!“ Unzählige Male schon hat die andere Person mir davon berichtet, wie sie sich in ihrer eigenen Welt, in ihrem „Space“ fühle. Verstehen konnte ich dieses Gefühl zwar immer, nachvollziehen jedoch meistens nicht. Aber diese Momente lassen sie mich fühlen: Eine andere Welt. Eine real existierende, andere Welt.</p>
<p>Abwechselnd, dann gleichzeitig, geraten wir ins Lachen. Jeglicher Unterdrückungsversuch schlägt ins Gegenteil um. Aus den Autolautsprechern erklingt nun ein Lied: „I would give everything I own, give up my life, my heart, my home“, von <a title="Boy George" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Boy_George">Boy George</a> im Jahre 1987 aufgenommen. Nun gibt es für mich gar kein Halten mehr. Ich lege die Hände vor mein Gesicht, um dem Fahrer, der mich gewiss während der ganzen Zeit gut im Blick hat, meine Fassungslosigkeit nicht allzu deutlich zu offenbaren. Niemandem aber sei empfohlen, hysterische Lachkrämpfe, unter denen man sich zu biegen und nach Luft zu schnappen beginnt, allen Ernstes unterbinden zu wollen. Es schießt unweigerlich aus einem heraus! Auch das aufgebügelte, fliegende Stoffflugzeug auf meiner mit einem Interflug-Schriftzug versehenen Tasche, springt mir nun ins Auge und sorgt ohne Gnade für neue Lachsalven. Sämtliche Anläufe, wieder Fassung zu gewinnen, enden an der jeweils nächsten Gabelung meiner Gedanken.</p>
<p>„I don&#8217;t know why, just don&#8217;t know why“, singt Boy George. Beim Blick aus dem Fenster versuche ich, mir das Haselhorst vorzustellen, in dem Ades Zabels Kunstfigur Karin Hoehne Grundschullehrerin gewesen ist. Karin Hoehne unterrichtet die Fächer Deutsch, Werken und Tuschen. Unweigerlich stelle ich mir nun diese Person neben uns als Buspassagierin vor. Oder andere Passagiere. Vielleicht mag es ja welche geben, die es für die natürlichste Sache der Welt halten, um halb zwei Uhr nachts durch Haselhorst gefahren zu werden, von einem öffentlichen Kleinbus mit Flugzeugfenstervorhängen und herrlich tuntiger Spreeradio-Eighties-Musik. Auf dem weiten Weg zur Endstation hält der Wagen an keiner der Haltestellen und kein einziger Passagier steigt zu. Unsere Fahrscheine, so bemerkt die andere Person, hat der Busfahrer gar nicht sehen wollen. Am Ende dann ein persönlicher Abschied: Ciao! „I would give everything I own, Just to have you back again.“</p>
<p>Mit herzlichem Dank an Boy George.</p>
<p><em>Ostprinzessin</em></p>

<a href='http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/12/08/wenn-stadtentwicklung-fassungslos-macht/erste-townhouses-mitte-2004/' title='erste-townhouses-mitte-2004'><img width="150" height="150" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2008/12/erste-townhouses-mitte-2004-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Erste Townhouses (Mitte 2004)" title="erste-townhouses-mitte-2004" /></a>
<a href='http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/12/08/wenn-stadtentwicklung-fassungslos-macht/blick-nach-spandau/' title='blick-nach-spandau'><img width="150" height="150" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2008/12/blick-nach-spandau-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Blick nach Spandau" title="blick-nach-spandau" /></a>
<a href='http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/12/08/wenn-stadtentwicklung-fassungslos-macht/blick-zur-wasserstadtbrucke/' title='blick-zur-wasserstadtbrucke'><img width="150" height="150" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2008/12/blick-zur-wasserstadtbrucke-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Blick zur Wasserstadtbrücke" title="blick-zur-wasserstadtbrucke" /></a>
<a href='http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/12/08/wenn-stadtentwicklung-fassungslos-macht/spandauer-see-brucke/' title='spandauer-see-brucke'><img width="150" height="150" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2008/12/spandauer-see-brucke-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Spandauer-See-Brücke" title="spandauer-see-brucke" /></a>
<a href='http://www.abriss-berlin.de/blog/2008/12/08/wenn-stadtentwicklung-fassungslos-macht/abflug/' title='abflug'><img width="150" height="150" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2008/12/abflug-150x150.jpg" class="attachment-thumbnail" alt="Abflug" title="abflug" /></a>

]]></content:encoded>
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