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	<title>ABRISSBERLIN &#187; Palast statt Schloss</title>
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		<title>Luftschlösser versenken!</title>
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		<pubDate>Mon, 11 Jul 2011 12:47:30 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Der Böse Wolf</dc:creator>
				<category><![CDATA[Palast statt Schloss]]></category>

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		<description><![CDATA[Die Freunde vordemokratischer Restauration hatten jüngst wieder einen Grund, die Korken knallen zu lassen: Der Haushaltsausschuss des Bundestages fand sich mit den – bestimmt nicht zum ersten Mal – gestiegenen Baukosten für die Wiedererrichtung des Berliner Stadtschlosses ab und genehmigte mal eben die Erhöhung der Kostenobergrenze von 552 auf 590 Millionen Euro. Somit sollen nun [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die Freunde vordemokratischer Restauration hatten jüngst wieder einen Grund, die Korken knallen zu lassen: Der Haushaltsausschuss des Bundestages fand sich mit den – bestimmt nicht zum ersten Mal – gestiegenen Baukosten für die Wiedererrichtung des Berliner Stadtschlosses ab und genehmigte mal eben die Erhöhung der Kostenobergrenze von 552 auf 590 Millionen Euro. Somit sollen nun der Bund mit 478 Millionen Euro und das Land Berlin mit 32 Millionen Euro für den Schlossbau aufkommen. Der fehlende Betrag von 80 Millionen Euro soll durch private Spenden aufgebracht werden, die wiederum für den Nachbau der „historischen“ Fassade, eine Kuppel und drei Innenportale verwendet werden sollen. </p>
<p>Es gibt zwar nach wie vor Zweifel, ob diese Summe eingesammelt werden kann und ob sie dann auch wirklich ausreicht – aber wenn es um repräsentative Protzbauten geht, vergisst die politische Klasse schnell ihre sonstigen Litaneien von Sparzwängen und leeren Kassen. So sagte jüngst Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD), seines Zeichens Mitglied im Stiftungsrat der „Stiftung Berliner Schloss – Humboldtforum“ in der TAZ, dass zwar so viele Spenden wie möglich gesammelt werden müssten, sollten diese aber nicht ausreichen, sei „notfalls“ der Staat gefragt, die fehlenden Summen auszugleichen. Immerhin, so Thierse an anderer Stelle, handle es sich bei dem Stadtschloss um „das größte Kulturprojekt“ in der Geschichte der Bundesrepublik. </p>
<p>Die wirklichen Hauptfunktionen dieses „Kulturprojektes“ sind allerdings schnell benannt: Bei der im April 2013 geplanten Grundsteinlegung sowie der Mitte 2019 geplanten Eröffnung können sich Politiker filmen lassen, wie sie ein schwarz-rot-goldenes Bändel durchschneiden und dabei historisierend-staatstragend daherplappern. Weiterhin bietet das Schloss künftigen Berlin-Touristen ein Fotomotiv mehr und Schulklassen auf Jahresfahrt eine zusätzliche Stätte zum gelangweilten Lauschen der Ausführungen ihres Gemeinschaftskundelehrers. Und weil das Bauprojekt nun mal in Berlin steht, wird das passieren, was in Berlin immer passiert: Termine verzögern sich, die Baukosten steigen „völlig unerwartet“ und die Steuerzahler kommen schließlich für so gut wie alles auf. Wenn sie Glück haben, gibt es irgendwann später noch einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zu Kostensteigerungen und zur Verwendung von Spendengeldern. Dies ist zumindest naheliegend, betrachtet man sich das bisherige Wirken des „Fördervereins Berliner Schloß“, dessen Geschäftsgebaren immer wieder kritisiert wird. </p>
<p>Wenigstens wird die Bevölkerung nicht wie im Mittelalter mit Zwangsabgaben für den Bau von Herrschaftsrepräsentanzen drangsaliert, sondern ganz demokratisch vor die Wahl gestellt: Entweder mit Spenden oder mit Steuern alles zu finanzieren. Und wenn dann für die Jugendhilfe in Neukölln oder eine vernünftige Ausstattung von Kitas und Schulen kein Geld mehr da ist, kann sich wenigstens mit den Politikern und den Abendschau-Moderatoren über eine neue Berlin-Marketing-Attraktion gefreut werden. Andererseits aber könnte sich die heutige Bevölkerung auch ein Beispiel an den spätmittelalterlichen Berlinern nehmen. Als ihnen das Treiben des Kurfürsten Friedrich II. zu bunt wurde und er ihnen auch noch ein Gelände am Spreeufer des damaligen Cölln (heute Mitte) abknöpfte, um darauf sein Schloss zu bauen, besetzten sie 1448 kurzerhand das Berliner Rathaus und setzten den Bauplatz für das Schloss unter Wasser. Etwas weniger Thierse und etwas mehr Berliner Unwille – das wäre mal was.</p>
<p><em>Benedict Ugarte Chacón</em></p>
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		<title>Kein Schloss in unserem Namen!</title>
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		<pubDate>Wed, 10 Dec 2008 12:43:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Abriss Ghost</dc:creator>
				<category><![CDATA[Palast statt Schloss]]></category>

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		<description><![CDATA[Gemeinsam mit Bekannten aus dem vor drei Jahren gegründeten Palastbündnis, das einige Monate lang mit spektakulären Aktionen (nicht nur) Berlin in Atem hielt, hat der Mitbegründer und Erfinder der Plattform ABRISSBERLIN eine neue Plattform ins Leben gerufen: Kein Schloss in meinem Namen! Und wir alle können mitmachen. Nach der albtraumhaften Entscheidung für den Wiederaufbau des [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Gemeinsam mit Bekannten aus dem vor drei Jahren gegründeten <a title="Bündnis für den Palast" href="http://www.palastbuendnis.de">Palastbündnis</a>, das einige Monate lang mit spektakulären Aktionen (nicht nur) Berlin in Atem hielt, hat der Mitbegründer und Erfinder der Plattform <strong>ABRISS</strong>BERLIN eine neue Plattform ins Leben gerufen:<strong> </strong><a title="Kein Schloss in meinem Namen!" href="http://www.kein-schloss-in-meinem-namen.de/index.php?id=3"><strong>Kein Schloss in meinem Namen</strong></a>!<strong> </strong></p>
<p>Und wir alle können <a title="Mitmachen!" href="http://www.kein-schloss-in-meinem-namen.de/index.php?id=6">mitmachen</a><strong>.</strong><a title="Kein Schloss in meinem Namen!" href="http://www.kein-schloss-in-meinem-namen.de"><strong><br />
</strong></a></p>
<p>Nach der albtraumhaften Entscheidung für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses bzw. für den Bau des Humboldtforums droht uns nun die tatsächliche Realisierung des Vorhabens. Doch die geplante, einer nationalen „Identitätsstiftung“ dienende Schlosskopie ruft seit vielen Jahren heftigen Widerspruch hervor. Im Namen der Geschichte wird Geschichte zerstört und verdrängt. Die Öffentlichkeit wird immer wieder aufs Neue über Zeitplan, Kosten und Finanzierung belogen und getäuscht, um das umstrittene Vorhaben einer berechtigten Kritik zu entziehen.</p>
<p>Wir können unser Nichteinverständnis geben: <strong><a title="Mitmachen!" href="http://www.kein-schloss-in-meinem-namen.de/index.php?id=6">Hier</a></strong>!<em><br />
</em></p>
<p>Weitere Informationen zum Thema: <a title="Schlossdebatte" href="http://www.schlossdebatte.de">www.schlossdebatte.de</a></p>
<p><em>Kein Schloss in meinem Namen</em></p>
<p><em>Die Bebauung des Berliner Schlossplatzes ist das wichtigste Kulturprojekt und größte staatliche Bauvorhaben in Deutschland für Jahrzehnte. Nach Ansicht der Initiatoren soll der Bau im Herzen der Hauptstadt identitätsstiftend für das wiedervereinte Berlin und Deutschland sein. Allerdings rief das Vorhaben seit Anbeginn einen gesellschaftlichen Dissens hervor.</em></p>
<p><em>Der im internationalen Wettbewerb gekürte Entwurf zur Wiedererrichtung des Berliner Schloss von Francesco Stella setzt die politischen Beschlüsse des Bundestages und der Bundesregierung konsequent um. Er überträgt die Ausschreibung mit all ihren konzeptuellen Problemen kritiklos in eine Architektur von nüchterner Serialität ohne Raffinesse und Poesie.</em></p>
<p><em>Wir erklären uns mit dem Schlossnachbau nicht einverstanden, weil er ein Bild von Geschichte und Gegenwart Deutschlands verkörpert, dass wir nicht teilen. Die Wiedererrichtung des Hohenzollernschlosses in idealisierter Form verdängt die Spuren deutscher Geschichte. Es ist eine Vergessensmaschine: Die wechselreiche, fast 600-jährige Bau- und Gesellschaftsgeschichte wird auf einen scheinbar zeitlosen Idealbaukörper reduziert, der alle Verwerfungen und Wandel deutscher Geschichte verdrängt und nach der erneuten Tabula-Rasa die Fiktion einer intakten Tradition zur Schau stellt. Die Spuren des 20. Jahrhunderts werden an diesem für die deutsche Geschichte so repräsentativen Ort ausgelöscht, um an eine vermeintlich heile Welt davor nahtlos anzuknüpfen.</em></p>
<p><em>Wir erklären uns mit dem Schlossnachbau nicht einverstanden, weil er sich von der Stadt abwendet. Das Schloss war einst nicht als öffentlicher Bau konzipiert. Die geschlossene Fassade gewährt keine Einblicke, nur über die fünf Portale kann man das introvertierte Innere betreten. Es gibt keine Geste der Öffnung wie etwa bei Schinkels Altem Museum mit Loggia und Freitreppe oder bei der Staatsoper mit dem Foyer, das sich zum Bürgersteig öffnet.</em></p>
<p><em>Wir erklären uns mit dem Schlossnachbau nicht einverstanden, weil das Nutzungskonzept uns nicht überzeugt. Das Nutzungskonzept des Humboldt-Forums entstand, um die Schlossfassade zu legitimieren, indem man sich auf die Kunstkammern des alten Schlosses berief. Seit Projektbeginn wurde die Nutzfläche halbiert, ohne dass die Ursprungsidee weiterentwickelt wurde. Die Landesbibliothek wird auf vier Standorte zerstückelt, an statt an einem Ort vereint zu werden. Die ethnologische Sammlung soll ihrer europäischen Abteilung beraubt werden, die in Dahlem verbleibt. Inzwischen ist das Humboldt-Forum zu einem austauschbaren Platzhalter verkommen und die Stimmen mehren sich, die es durch die Gemäldegalerie ersetzen wollen. Doch damit würde ein leeres Versprechen von staatsmännischer Biederkeit abgelöst, womit das Vorhaben seines letzten innovativen Potenzials beraubt würde.</em></p>
<p><em>Wir erklären uns mit dem Schlossnachbau nicht einverstanden, weil wir den Prozess seiner Durchsetzung kritisieren. Seit der Konzeption des Projektes im Jahr 2001 wurde die Öffentlichkeit über zentrale Fragen von den Verantwortlichen wiederholt getäuscht, um somit das Vorhaben einer berechtigten Kritik zu entziehen. Die Fehlinformation betrafen Fragen der Nutzung, der Kosten und Finanzierung, des Baubeginns und der Bauzeit. Der Zweck heiligte die Mittel, eine faire argumentative Auseinandersetzung war ebenso wenig gewünscht wie ein Wettstreit der Ideen. Beim Architekturwettbewerb brachte man den Mut nicht auf, sich der Konkurrenz alternativer Herangehensweisen zu stellen. Selbst der fast gleichrangig zum ersten Preis dotierte Sonderpreis wird entgegen dem Juryvotum vom Auslober gezielt in den Hintergrund gedrängt.</em></p>
<p><em>Mit dem eingeschlagenen Weg wird eine historische Chance der Gestaltung dieses einmaligen Ortes vertan. Das Projekt verbaut den Blick auf die Vergangenheit wie auf die Zukunft.</em></p>
<p><em>Wenn Sie auch Ihren Dissens artikulieren wollen, beteiligen Sie sich<br />
unter: www.kein-schloss-in-meinem-namen.de</em></p>
<p><em>Kontakt: info@kein-schloss-in-meinem-namen.de</em></p>
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		<title>Zukunftstipp Ziviler Ungehorsam &amp; Umzugstipp</title>
		<link>http://www.abriss-berlin.de/blog/2007/09/20/zukunftstipp-ziviler-ungehorsam-umzugstipp/</link>
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		<pubDate>Thu, 20 Sep 2007 14:46:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Palast statt Schloss]]></category>

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		<description><![CDATA[Wir wollen kein Stadtschloss, keine Kopie, keine Schlossfassaden, keine Erinnerungskulisse. Wir &#8211; das sind die Berliner, die dazu von den selbsternannten Luftschlossbeauftragten nie gefragt wurden, immerhin aber in Umfragen ein Stadtschloss regelmäßig ablehnen. Schon die Berliner vergangener Zeiten haben das Stadtschloss vehement abgelehnt und die Baustelle Spree-geflutet, um ein Zeichen dagegen zu setzen. Das ist [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Wir wollen kein Stadtschloss, keine Kopie, keine Schlossfassaden, keine Erinnerungskulisse. Wir &#8211; das sind die Berliner, die dazu von den selbsternannten Luftschlossbeauftragten nie gefragt wurden, immerhin aber in Umfragen ein Stadtschloss regelmäßig ablehnen.</p>
<p>Schon die Berliner vergangener Zeiten haben das Stadtschloss vehement abgelehnt und die Baustelle Spree-geflutet, um ein Zeichen dagegen zu setzen. Das ist nun schon Jahrhunderte her &#8211; aber die Spree fließt ja immer noch und frech und kreativ sind viele Berliner auch heutzutage&#8230;</p>
<p>Haben eigentlich nur die von „Großmannssehnsucht“, Geschichtsklitterung und Kapitalinteressen unbeeindruckten („verschonten“ kann man ja nicht sagen&#8230;) Menschen noch Visionen jenseits der Planungen zu einem „Humboldt-Forum“?  Und warum ziehen die, die ein sog. heiles Stadtbild präferieren, eigentlich nach Berlin? Ich sage mal: Regensburg heißt euch herzlich willkommen!</p>
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		<title>Unverkäuflich: Bündnis bekommt breite Basis</title>
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		<pubDate>Sat, 14 Jul 2007 11:40:58 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Netze spinnen]]></category>
		<category><![CDATA[Palast statt Schloss]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt als Beute]]></category>
		<category><![CDATA[Zukunft Bethanien]]></category>

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		<description><![CDATA[via MieterEcho, Zeitung der Berliner MieterGemeinschaft, Heft Nr. 322: Unverkäuflich: Bündnis bekommt breite Basis Berlin ist nicht nur Ausgangspunkt verschiedenster Initiativen und Bündnisse, sondern auch Heimat und Zukunftslabor für Künstler/innen, Medien- und Politaktivist/innen. Zwei von ihnen sind die Ostprinzessin und das Westmonster. Als sich im Februar 2006 das Bündnis gegen Privatisierung auf einem von der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a title="Logo: Unverkäuflich gegen Privatisierung." href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2007/07/Logo%20-%20Unverk%C3%A4uflich%20gegen%20Privatisierung.jpg"><img alt="Logo: UnverkÃ¤uflich gegen Privatisierung." id="image273" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2007/07/Logo%20-%20Unverk%C3%A4uflich%20gegen%20Privatisierung.jpg" /></a></p>
<p>via <a title="MieterEcho Nr. 322 als PDF" href="http://www.bmgev.de/mieterecho/mepdf/me322heft.pdf">MieterEcho</a>, Zeitung der <a title="Berliner MieterGemeinschaft e.V." href="http://www.bmgev.de">Berliner MieterGemeinschaft</a>, Heft Nr. 322:</p>
<p><strong>Unverkäuflich: Bündnis bekommt breite Basis</strong></p>
<p>Berlin ist nicht nur Ausgangspunkt verschiedenster Initiativen und Bündnisse, sondern auch Heimat und Zukunftslabor für Künstler/innen, Medien- und Politaktivist/innen. Zwei von ihnen sind die Ostprinzessin und das Westmonster. Als sich im Februar 2006 das Bündnis gegen Privatisierung auf einem von der Berliner MieterGemeinschaft organisierten Kongress entwickelte, stand zeitgleich das <a title="Palastbündnis" href="http://www.palastbuendnis.de">Bündnis für den Palast der Republik</a> vor seinem Ende.  Dem mehrheitlichen Widerstand der Bevölkerung zum Trotz hatte der Bundestag ein weiteres Mal den Abriss des geschichtsträchtigen Multifunktionshauses beschlossen.</p>
<p>Eine Handvoll Palast-Aktivist/innen um Ostprinzessin und Westmonster gründete die Online-Plattform Abriss Berlin: „Aufgeben kam für uns nicht infrage.“ Nun wird dort die Berliner Stadtentwicklung ins Visier genommen. Neben dem Abriss denkmalwürdiger Gebäude werden die Privatisierung öffentlicher Einrichtungen und Anliegen alternativer Projekte thematisiert. Am wichtigsten ist den Aktivist/innen die Vernetzung von unterschiedlichen Menschen und Initiativen. Was vor über einem Jahr begann und mit einem Brückenschlag zur <a title="IZB - Initiative Zukunft Bethanien" href="http://www.bethanien.info">Initiative Zukunft Bethanien</a> &#8211; die in einem erfolgreichen Bürgerbegehren mit 14.000 Unterschriften die Privatisierung des Bethaniens stoppte &#8211; seinen Fortgang fand, strahlt heute als Netzwerk in verschiedenste Spektren der Gesellschaft ab. Projekte wie der Wagenplatz „<a title="Wagenplatz Schwarzer Kanal" href="http://www.schwarzerkanal.squat.net">Schwarzer Kanal</a>“ und zahlreiche Hausprojekte finden dort ebenso eine Plattform wie Initiativen zur Hochschulpolitik oder zur Rekommunalisierung der Wasserbetriebe.</p>
<p>Von Anfang an begleiten die Aktivist/innen auch das Bündnis gegen Privatisierung, das dem mehrheitlichen Willen der Bevölkerung Ausdruck verleihen will, die öffentlichen Güter der Daseinsvorsorge vor weiterer Ausplünderung zu bewahren. Trotz der entsprechenden Mehrheitsverhältnisse unter den Berliner/innen, vertritt das gewählte Abgeordnetenhaus in einer erschreckend großen Koalition aus SPD, PDS, Grünen und CDU den Mehrheitswillen nicht, sondern verscherbelt weiterhin öffentliches Eigentum und damit demokratische Einflussnahme. Die Geschichte zum Palastabriss scheint sich zu wiederholen. Damit es soweit nicht kommen muss, startet das Bündnis nun einige Volksbegehren, die direkt Einfluss auf die Privatisierungen nehmen sollen.</p>
<p>Als im Bündnis der Wunsch nach einer Homepage aufkam, wurde stehenden Fußes das Ost-West-Dosentelefon zwischen Westmonster und Ostprinzessin reaktiviert. „Kannst du da nicht was monstern?“, schallte es vom Osten in den Westen der Stadt. Musik, Blumen und Zitronen wurden für kurze Zeit beiseite getan. Dann wurde gemonstert. Die beiden Freunde stellten eine Online-Plattform und ein die unterschiedlichen Anliegen verbindendes Logo zur Verfügung: „Für uns ist Solidarität mehr als ein Wort.“ Die <a title="Unverkäuflich gegen Privatisierung." href="http://www.unverkaeuflich.org">Website</a> füllte sich rasend schnell und bietet nun einen überraschend großen Überblick über Privatisierung und die Bürger- und Volksbegehren. Die zahlreichen Bündnispartner/innen stellen dort sich selbst und die gemeinsamen Anliegen vor. Zu den Bereichen Wohnen, Sparkasse, Entsorgung, Wasser, BVG/Bahn, Gesundheit, Bildung, Ökologie und Stadtraum findet sich allerhand Informatives.</p>
<p>Weitere Informationen unter:<br />
<a title="Unverkäuflich gegen Privatisierung." href="http://www.unverkaeuflich.org">www.unverkaeuflich.org</a><br />
<a title="Netzwerk Abriss Berlin" href="http://www.abriss-berlin.de">www.abriss-berlin.de</a><br />
<a title="Ostprinzessin" href="http://www.ostprinzessin.de">www.ostprinzessin.de</a><br />
<a title="Westmonster" href="http://www.westmonster.de">www.westmonster.de</a></p>
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		<title>Realpolitik contra Zukunftsfähige Inhalte</title>
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		<pubDate>Thu, 12 Jul 2007 13:56:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kaiserin des Westens</dc:creator>
				<category><![CDATA[Palast statt Schloss]]></category>
		<category><![CDATA[Stadt als Beute]]></category>

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		<description><![CDATA[Die „neue Linke“ hat ein Problem, ein Hauptstadtproblem sozusagen, nämlich die rot-rote Koalition. Gemäß seiner bis dato realpolitischen Ausrichtung sieht sich der Landesvorstand nicht in der Lage, die drei Volksbegehren gegen Privatisierung zu unterstützen. Die Glaubwürdigkeit der LINKEN wird in Berlin auf die Probe gestellt. Äußerst fraglich ist, ob sie ihrem Anspruch gerecht wird, eine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><img src="http://vg08.met.vgwort.de/na/d7816fbb1882ef07c76b382cd93304" alt="" width="1" height="1" />Die „neue Linke“ hat ein Problem, ein Hauptstadtproblem sozusagen, nämlich die rot-rote Koalition. Gemäß seiner bis dato realpolitischen Ausrichtung sieht sich der Landesvorstand nicht in der Lage, die <a title="Unverkäuflich gegen Privatisierung." href="http://www.unverkaeuflich.org">drei <em>Volksbegehren</em> gegen Privatisierung</a> zu unterstützen. Die Glaubwürdigkeit der LINKEN wird in Berlin auf die Probe gestellt. Äußerst fraglich ist, ob sie ihrem Anspruch gerecht wird, eine Partei der Zukunft zu sein, die ihre sozialen Bekenntnisse auch in die Tat umsetzt. Nicht zuletzt die Berliner Fraktion der in der LINKEN aufgegangenen WASG begründete ihre Ablehnung zur Fusion damit, daß die Politik der PDS vor Ort in kaum einer Weise das Prädikat „sozial“ verdiene. Der Landesvorstand indes sieht sich ertappt und musste seine stärksten Rhetoriker ins Feld führen, um auf dem Parteitag die drohende Unterstützung der <em>Volksbegehren</em> abzuwehren. Es gab viele beschwichtigende und irreführende Worte dazu.</p>
<p>Diese Winkelzüge kennt man in der Politik zur Genüge. Überblickt man die Parteienpolitik der letzten Jahre, so sieht man,  dass soziale Entwürfe keinen Platz finden. Hier scheint wohl die Realpolitik im Wege zu stehen. Was für Ziele aber kann eine Gesellschaft ohne <a title="Utopie" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Utopie">Utopien</a> verfolgen? Da bleibt wohl nur die Marktwirtschaft, um die sich Alle herumdrängeln. Dazu gibt es soziale Lippenbekenntnisse, die eher dazu dienen, einen Hauch von Gerechtigkeit durch die Politiklandschaft wehen zu lassen, um von den neoliberalen Veränderungen abzulenken.</p>
<p>Es gibt anschauliche Beispiele neuester Zeit, wie die „Demokratie“ der Regierung und ihrer Apparate aussieht. Während die Berliner <em>Bürgerinitiative</em> „<a title="Aktionsbündnis Bäume am Landwehrkanal" href="http://www.baeume-am-landwehrkanal.de">Aktionsbündnis Bäume am Landwehrkanal</a>“ mit Vertretern des  Wasser- und Schifffahrtsamtes über Möglichkeiten zum Erhalt der Bäume diskutierte, ließ dieses &#8211; unter dem Schutz massiver Polizeikräfte in Kampfausrüstung &#8211; an verschiedenen Stellen des Landwehrkanals weitere Abholzungen gesunder Bäume durchführen. Eine klassische Nacht- und Nebelaktion.</p>
<p>Auch Bundesregierung und Bundestag üben sich weiter in Undemokratie. Der Gesetzentwurf über die Einführung einer allgemeinen Speicherung von Kommunikations-, Bewegungs- und Internetdaten (sog. <a title="Stoppt die Vorratsdatenspeicherung!" href="http://www.vorratsdatenspeicherung.de">Vorratsdatenspeicherung</a>) wurde gerade in erster Lesung &#8211; trotz des enormen und vielfältigen Widerstands aus der Bevölkerung &#8211; im Bundestag beraten. Nach den Plänen der Bundesregierung sollen ab 2008, ohne Verdacht auf eine Straftat, alle Daten der Telekommunikation (Telefon, Handy, Email) aller <em>Bürger</em> erfasst und zentral gespeichert werden. Parallel dazu werben Merkel und Schäuble für den Einsatz der Bundeswehr im Inneren. Zum Ausbau dieser realpolitischen Maßnahmen passt der Abbau der Demokratie, des Sozialen und der programmatische Mangel an bzw. die Verweigerung von zukunftsfähigen Inhalten.</p>
<p>Ebenfalls symbolisch: Der geplante <a title="Förderverein Berliner Schloss e.V." href="http://www.berliner-schloss.de">Wiederaufbau des Berliner Stadtschloßes</a>, der ja mittlerweile ganz realpolitisch auch von der PDS bzw. neuen Linksfraktion unterstützt wird. Wer keine Inhalte zu bieten hat, braucht eine Menge Dekoration. Die Unterstützung dafür kommt von deutschen Rüstungsunternehmen wie Thyssen, die ebenso einen Sinn für geschichtsträchtige Symbole haben &#8211; und last but not least lassen sich manche der national Ausgebeuteten gerne mit einem „neuen“ Nationalgefühl beschummeln.</p>
<p>Die internationale Diktatur des Kapitals, die Kontroll- und Überwachungsbestrebungen, der faktische Demokratieabbau durch neoliberale Regierungen und ein Blick in die deutsche Vergangenheit lassen uns erahnen, was kommen könnte, wenn wir <em>Bürger</em> uns nicht gegen diese Art der Politik wehren und zukunftsfähige Inhalte durchsetzen.</p>
<p><em>Malah Helman</em></p>
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		<title>Abriss Poesie</title>
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		<pubDate>Sat, 07 Jul 2007 21:59:00 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demontage & Verfall]]></category>
		<category><![CDATA[Palast statt Schloss]]></category>
		<category><![CDATA[Umbruch]]></category>

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		<description><![CDATA[Botschaft an Drüben Die Prinzessin schrie es dem Prinz hinüber: „Wir werden uns nicht lieben!“ Zwischen ihr und dem Prinz stand eine unsichtbare Mauer, so massiv wie der hingeschlachtete Palast im Herzen der Stadt Berlin, dessen Blut sich – quälend langsam und offenkundig unaufhaltsam – in sie ergoss. Inmitten der uferlosen Blutlache stand bebend die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Botschaft an Drüben</p>
<p>Die Prinzessin schrie es dem Prinz hinüber: „Wir werden uns nicht lieben!“ Zwischen ihr und dem Prinz stand eine unsichtbare Mauer, so massiv wie der hingeschlachtete Palast im Herzen der Stadt Berlin, dessen Blut sich – quälend langsam und offenkundig unaufhaltsam – in sie ergoss.</p>
<p>Inmitten der uferlosen Blutlache stand bebend die Prinzessin. Vor der ausgeweideten Leiche verharrend, mit nichts mehr als ihrer hoffenden Liebe, spiegelten sich die allerletzten Strahlen der wärmenden Palastsonne in ihrem bronzenen Haar.</p>
<p>Wenn das materielle Lebenslicht des Palasts erloschen sein werde, dann würde die Mauer, die unsere Prinzessin und den Prinz trennt, fester sein denn je. Ihre Überwindung würde dereinst nach all der Liebe verlangen, die der Palasttorso noch bis in die letzten Momente seines Bestehens in die vollen Herzen <a title="Palastbündnis - Bündnis für den Palast der Republik" href="http://www.palastbuendnis.de">seiner scheiternden, edlen Ritter</a> zu leuchten vermocht hatte.</p>
<p>Indes: Der Palast überlebte immateriell.</p>
<p>Das Schloss, jene ach so heile Kulisse, welche der Prinz unserer Prinzessin zu bauen anbot, genau diese aber hatte sie nie gewollt: „Ich werde dort niemals einziehen!“</p>
<p><em>Die Ostprinzessin</em></p>
<p>Berlin Ost, den 7. Juli 2007</p>
<p><a title="Palastsonne (Bild: Editha Künzel, 14.04.2006)" href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2007/07/Palastsonne%20%28Bild%20-%20Editha%20K%C3%BCnzel,%2014.04.2006%29.jpg"><img id="image270" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2007/07/Palastsonne%20%28Bild%20-%20Editha%20K%C3%BCnzel,%2014.04.2006%29.thumbnail.jpg" alt="Palastsonne (Bild: Editha KÃ¼nzel, 14.04.2006)" /></a> <a title="Palastsonne, Ostprinzessin (Bild: Editha Künzel, 16.01.2006)" href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2007/07/Palastsonne,%20Ostprinzessin%20%28Bild%20-%20Editha%20K%C3%BCnzel,%2016.01.2006%29.JPG"><img id="image271" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2007/07/Palastsonne,%20Ostprinzessin%20%28Bild%20-%20Editha%20K%C3%BCnzel,%2016.01.2006%29.thumbnail.JPG" alt="Palastsonne, Ostprinzessin (Bild: Editha KÃ¼nzel, 16.01.2006)" /></a><br />
Bild 1 aus: <a title="Von Luft und Liebe leben" href="http://www.ostprinzessin.de/gerechtigkeit/von-luft-und-liebe-leben">Von Luft und Liebe leben</a></p>
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		<title>Kriegszeit in Berlins Mitte</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Dec 2006 10:39:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Demontage & Verfall]]></category>
		<category><![CDATA[Palast statt Schloss]]></category>

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		<description><![CDATA[Nachkriegszeit in Berlins Mitte Die Ruine des Palastes der Republik bleibt standhaft Von unserem Korrespondenten Peter Gärtner BERLIN. Ein Hauch von Bagdad liegt über der Berliner Spree-Insel. Wie schwer getroffen dümpelt am Ufer der längst abgetakelte Vergnügungsdampfer. Martialisch wirkende Stahträger ragen in den grauen Himmel, riesige Kräne scheinen den Rumpf noch einmal für eine letzte [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<blockquote><p>Nachkriegszeit in Berlins Mitte</p>
<p>Die Ruine des Palastes der Republik bleibt standhaft</p>
<p>Von unserem Korrespondenten Peter Gärtner</p>
<p>BERLIN. Ein Hauch von Bagdad liegt über der Berliner Spree-Insel. Wie schwer getroffen dümpelt am Ufer der längst abgetakelte Vergnügungsdampfer. Martialisch wirkende Stahträger ragen in den grauen Himmel, riesige Kräne scheinen den Rumpf noch einmal für eine letzte Reise aufrichten zu wollen.</p>
<p>Doch eher ist das Gegenteil der Fall: Der einstige DDR-Renommierbau Palast der Republik wird &#8211; allerdings ziemlich behutsam &#8211; weiter demontiert. Nur noch wenige komplette Fassadenteile lassen erahnen, dass dieser mächtige Riegel viele Jahre ein heftig umstrittenes Symbol war. Jetzt erinnert er eher an einen Bau-Körper, der nach und nach abgenagt wird.</p>
<p>Für manche ist dieser triste Rest gleichwohl ein Hort voller DDR-Erinnerungen an gepflegte Speisen und gehobene Unterhaltung, für andere schon immer ein ziemlich schäbiges Baumonster, für das einst die wiederaufbaufähigen Kriegsreste des Hohenzollern-Stadtschlosses weichen mussten.</p>
<p>Dieser Riss dürfte nicht mehr zu kitten sein. Denn seitdem klar ist, dass sich die Abrissarbeiten um mindestens ein weiteres Jahr hinziehen werden, geht das muntere Geplänkel in eine neue Runde: Die einen freuen sich diebisch über die Standfestigkeit der Ruine, die eigentlich schon im kommenden Frühjahr verschwunden sein sollte. Die anderen wittern sozialistische Nostalgiker in den Baufirmen und nicht zuletzt im SPD/PDS-Senat, die alles daran setzen, die Erinnerungen an gar nicht so schlechte Zeiten in den Cafés, Bars und Restaurants und auf den Bühnen des Palastes so lange wie möglich zu konservieren.</p>
<p>Tatsächlich gibt es hier nichts mehr zu erhalten. Die auffälligen Kugelleuchten im Foyer, die dem Gebäude den Spottnamen „Erichs Lampenladen“ einbrachten, sind ebenso schon lange verschwunden wie die helle Natursteinverkleidung, die großen Wandgemälde und aufwändigen Deckenverkleidungen. Dennoch klingt der Bauleiter, als habe er es mit einer handfesten Verschwörung zu tun. „Wir finden Asbest immer wieder an Stellen“, ließ Michael Möller mitteilen, „an denen er technisch gesehen überhaupt keinen Sinn hat.“ Die Folgen liegen auf der Hand: Die Arbeiten finden unter strengsten Sicherheitsvorkehrungen statt, ganz sacht müsse man in Schutzanzug und unter Vollmaske vorgehen.</p>
<p>Und weil Handarbeit ihren Preis hat, sind die Kosten allein für die Asbestsanierung von den ursprünglich veranschlagten 51 Millionen Euro auf rund 95 Millionen Euro geklettert. Ob damit das Ende der Fahnenstange erreicht ist, darauf will sich im Bausenat niemand festlegen. Möller rechnet jedenfalls mit weiteren brisanten Funden.</p>
<p>Rund 30 Jahre nach der Eröffnung des einstigen Prunkbaus durch SED-Chef Erich Honecker hatte der Bundestag am 19. Januar dieses Jahres den Abriss verfügt. Die große Mehrheit der Abgeordneten sprach sich für die Errichtung einer leicht verkleinerten Kopie des Stadtschlosses samt „Humboldt-Forum“ für Wissenschaft und Kultur aus. Allerdings fehlen für die neuen, nachempfundenen Schlossfassaden noch ein Bauherr, ein Nutzungskonzept, das notwendige Kleingeld (die Kosten werden auf 700 bis 1200 Millionen Euro geschätzt) und ein Entwurf. Die Berliner Behörde hofft immer noch, ein kleines Geschäft zu machen. Die rund 21 000 Tonnen Stahl sollen die Abrisskosten (bis zu 20 Millionen Euro) um mindestens ein Zehntel senken. Da für einen Neubau in absehbarer Zeit kein Geld vorhanden ist, soll nach dem Abriss-Ende erst einmal Gras über die Fläche wachsen.</p>
<p>Angesichts der neuerlichen Verzögerungen wünscht sich der frühere Bürgermeister von Mitte und jetzige Wirtschaftsstadtrat Joachim Zeller (CDU) ein Dauer-Volksfest als Zwischennutzung statt einer jahrelangen Grünanlage. „Ballast der Republik“ wird das Stahlskelett inzwischen genannt, und ein älterer Besucher drückt aus, wie viele den Anblick empfinden: „Man fühlt sich hier wie vor einer Ruinenlandschaft der Nachkriegszeit.“</p></blockquote>
<p>via <a title="Weser Kurier" href="http://www.weser-kurier.de">Weser Kurier</a></p>
<p><a class="imagelink" title="Palast der Republik - Zweifel" href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/12/Palast%20der%20Republik.jpg"><img id="image100" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/12/Palast%20der%20Republik.thumbnail.jpg" alt="Palast der Republik - Zweifel" height="96" /></a><a class="imagelink" title="Palast der Republik - Zweifel" href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/12/Palast%20der%20Republik.jpg"><img id="image100" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/12/Palast%20der%20Republik.thumbnail.jpg" alt="Palast der Republik - Zweifel" height="96" /></a><a class="imagelink" title="Palast der Republik - Zweifel" href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/12/Palast%20der%20Republik.jpg"><img id="image100" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/12/Palast%20der%20Republik.thumbnail.jpg" alt="Palast der Republik - Zweifel" height="96" /></a><a class="imagelink" title="Palast der Republik - Zweifel" href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/12/Palast%20der%20Republik.jpg"><img id="image100" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/12/Palast%20der%20Republik.thumbnail.jpg" alt="Palast der Republik - Zweifel" height="96" /></a></p>
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		<title>Die Verschönerung des Debakels</title>
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		<pubDate>Tue, 22 Aug 2006 14:08:02 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Palast statt Schloss]]></category>

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		<description><![CDATA[Die neue konservativ-elitäre Kunstzeitschrift Monopol hat einen kleinen Architektur-Wettbewerb ausgerichtet, der auf eine Zwischennutzung des Palast-der-Republik-Areals für eine Kunsthalle abzielt. Die Ergebnisse ließ man in der Eliteschule verkünden. Zwar hat man es vermieden, kritisch-zukunftsgewandte Geister aus dem Umfeld des Bündnis für den Palast einzuladen, dennoch sitzen auch sie heute hier und vernehmen die lächerliche Direktive [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Die neue konservativ-elitäre Kunstzeitschrift <a title="Monopol" href="http://www.magazin-monopol.com">Monopol</a> hat einen kleinen Architektur-Wettbewerb ausgerichtet, der auf eine Zwischennutzung des Palast-der-Republik-Areals für eine Kunsthalle abzielt. Die Ergebnisse ließ man in der Eliteschule verkünden.</p>
<p>Zwar hat man es vermieden, kritisch-zukunftsgewandte Geister aus dem Umfeld des <a title="Palastbündnis" href="http://www.palastbuendnis.de">Bündnis für den Palast</a> einzuladen, dennoch sitzen auch sie heute hier und vernehmen die lächerliche Direktive des Moderators, die vermeintlich „alten Diskussionen“ über den Schlossplatz ad acta zu legen.</p>
<p>Im überfüllten Saal der <a title="Hertie School of Governance" href="http://www.hertie-school.org">Hertie School auf Governance</a> im Staatsratsgebäude am Schlossplatz kommen dennoch auch langjährige Kritiker aus dem Bündnis zu Wort: Der Visionär <a title="The Berliners" href="http://www.the-berliners.com">Andreas Amman</a>, der mit seinem Konzept für eine nachhaltige, kreative Entwicklung am Beispiel des Palast-Gebäudes die vorgestellten Architektur-Entwürfe in den Schatten stellt, wo sie vermutlich auch hingehören. Auch die Stadtsoziologin Karin Baumert, auch als „<a title="Urban Optimist" href="http://www.urbanoptimist.de">die Stadtbaugräfin</a>“ bekannt, nimmt eine kritische Haltung zum aktuellen Prozess ein. Die im Saal verteilte Stellungnahme von <strong>ABRISS</strong>BERLIN wird von der <a title="taz" href="http://www.taz.de">taz</a> zitiert.</p>
<p>Die <a title="TU - Technische Universität Berlin" href="http://www.tu-berlin.de">TU</a>-Professorin und langjährige Verfechterin des Palastes, <a title="Gabi Dolff-Bonekämper" href="http://www.dolff-bonekaemper.de">Gabi Dolff-Bonekämper</a>, die bereits vor dem Bundestag gesprochen hat, hebt die besondere Bedeutung des leeren Kreises hervor, der nach der Abmontage der DDR-Staatssymbole Hammer, Sichel und Zirkel, viele Menschen tief berührt hat und seinerseits zu einem überzeugend undefinierten, aber ausdrucksstarken und zukunftsweisenden Symbol geworden ist.</p>
<p>Zu den tatsächlich eingeladenen Gästen gehört <a title="Wilhelm von Berlin" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Wilhelm_von_Boddien">Wilhelm von Boddien</a> („Er <strong>ist</strong> das Schloss“), der als Vorsitzender des „<a title="Förderverein Berliner Schloss" href="http://www.berliner-schloss.de">Förderverein Berliner Schloss</a>“ wenigstens für die Errichtung barocker Fassaden eintritt und bereits Millionen an Spendengeldern eingeworben hat, die offenbar aber versickert sind; um so unverständlicher ist da seine Klage, dass für das Schloss zu wenig geworben werde.</p>
<p><em>taz, 16.8.2006, S. 24, Uwe Rada: „Berlins Köpfe rufen nach Kunsthalle“ </em></p>
<p><em>Neu ist die Forderung nach einer Kunsthalle allerdings nicht. Bereits in den letzten Wochen der Zwischennutzung der Palastruine hatten sich die Berliner und überregionalen Feuilletons überrascht gezeigt. Im „<a title="White Cube" href="http://www.white-cube-berlin.org">White Cube</a>“, einem weißen Raum im ersten Stock der Ruine, sei während der Ausstellung „362710“ im vergangenen Dezember eine Sensation zu vermelden gewesen, schrieb etwa Niklas Maak in der <a title="FAZ" href="http://www.faz.net">FAZ</a>: „Berlin hat eine neue Kunsthalle &#8211; und noch vor einem Monat wußte keiner etwas davon: die Künstler nicht, die Organisatoren nicht, die Stadt nicht. (…) Will man, nur um dem Sozialismus noch nachträglich eins auszuwischen, eine weitere öde, leere Fläche im Herzen der Stadt statt eines Ortes, an dem solche Ausstellungswunder stattfinden?“</em></p>
<p><em> Nein, meint nun auch die Kulturprominenz von <a title="Christina Weiss" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Christina_Weiss">Christina Weiss</a> bis Peter Raue, von <a title="Klaus Staeck" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Klaus_Staeck">Klaus Staeck</a> bis <a title="David Chipperfield" href="http://de.wikipedia.org/wiki/David_Chipperfield">David Chipperfield</a>. Und nein meint auch der wichtigste Anrainer des Platzes, <a title="Michael Zürn" href="http://de.wikipedia.org/wiki/Michael_Zürn">Michael Zürn</a> von der Hertie School of Governance. „Es kann nicht sein, dass über einen der wichtigsten Plätze der Republik und seine bewegte Geschichte einfach Gras wächst“, ist Zürn überzeugt. Deutlicher könnte das Votum gegen die Pläne von Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) nicht ausfallen. Sie will den Schlossplatz nach dem Abriss der Palastruine bis zum Bau des Humboldt-Forums begrünen. Derzeit läuft dazu ein Wettbewerb. (…) </em></p>
<p><em>Architekturmodelle (…) Allen Arbeiten gemein ist &#8211; wie auch den Entwürfen, die beim taz-Wettbewerb zum Schlossplatz prämiert wurden -, dass sie nicht mehr dem Palast der Republik hinterhertrauern, sondern einen eigenen Akzent für die nächsten Jahre setzen wollen. Zu diesem Akzent gehört aber auch die Kritik, <strong>ohne die der Ort nicht zu dem geworden wäre, was er ist.</strong></em></p>
<p><em> In den Entwürfen von Monopol, so meinen die Abrissgegner des Palastes, „<strong>manifestiert sich, was die letzten 15 Jahre diesen Ort bestimmte: Ignoranz</strong>“. Nun also gehe die Diskussion in die nächste Runde, heißt es sarkastisch in einer Stellungnahme, die am Montagabend in der Hertie-School bei der Präsentation der Architekturmodelle für die Kunsthalle verteilt wurde. Neuer Titel:<br />
„<strong>Die Verschönerung des Debakels. Moderne Kunst als Instrument.</strong>“</em></p>
<p><a title="Visionär Andreas Ammann" href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/08/Andreas%20Ammann.jpg"><img id="image76" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/08/Andreas%20Ammann.thumbnail.jpg" alt="Andreas Ammann" /></a> <a title="Die Stadtbaugräfin" href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/08/Die%20Stadtbaugr%C3%A4fin.jpg"><img id="image77" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/08/Die%20Stadtbaugr%C3%A4fin.thumbnail.jpg" alt="Die StadtbaugrÃ¤fin" /> </a><a class="imagelink" title="Leeres Staatswappen und Zweifel" href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/08/Leeres%20Staatswappen%20und%20Zweifel.jpg"><img id="image79" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/08/Leeres%20Staatswappen%20und%20Zweifel.thumbnail.jpg" alt="Leeres Staatswappen und Zweifel" /> </a><a title="Gabi Dolff-Bonekämper" href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/08/Gabi%20Dolff-Bonek%C3%A4mper.jpg"><img id="image78" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/08/Gabi%20Dolff-Bonek%C3%A4mper.thumbnail.jpg" alt="Gabi Dolff-BonekÃ¤mper" /></a></p>
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		<title>Und ewig grüßt das Murmeltier</title>
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		<pubDate>Mon, 14 Aug 2006 13:37:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Osthexe</dc:creator>
				<category><![CDATA[Palast statt Schloss]]></category>

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		<description><![CDATA[Sehr geehrte Architekten und politischen Liebhaber des Schlossplatzes! Wir freuen uns, heute im Staatsratsgebäude mit Ihnen über die neuen Entwürfe für die Gestaltung des Schlossplatzes diskutieren zu dürfen und danken Ihnen für Ihr Engagement und ihre Kreativität. Wir freuen uns, in diesem Gebäude zu sein, weil es dieses gar nicht mehr geben würde, wenn nicht [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Sehr geehrte Architekten und politischen Liebhaber des Schlossplatzes!</strong></p>
<p>Wir freuen uns, heute im Staatsratsgebäude mit Ihnen über die neuen Entwürfe für die Gestaltung des Schlossplatzes diskutieren zu dürfen und danken Ihnen für Ihr Engagement und ihre Kreativität.</p>
<p>Wir freuen uns, in diesem Gebäude zu sein, weil es dieses gar nicht mehr geben würde, wenn nicht viele mutige Bürger, Künstler und Wissenschaftler dafür gekämpft hätten. Vielleicht weiß das der Eine oder die Andere nicht mehr, aber es gäbe dieses Bauwerk nicht mehr, wären die Abrisspläne verwirklicht worden. Aber durch die Aufklärung zur Bedeutung des Staatsratsgebäudes als Denkmal und den mutigen Einsatz Vieler gegen die Abrisspläne können wir heute hier sitzen.</p>
<p>Und wir freuen uns auch, dass die Eliteschule heute Gastgeber für diese Diskussion ist und sich für den Platz vor ihrem Fenster interessiert. Aber liebe Architekten und Liebhaber, geht es um den kleinsten gemeinsamen Nenner aller Interessen oder um eine Entwicklung, die wir und Sie jetzt noch nicht klar aussprechen können?</p>
<p><strong>1. Es geht um Transparenz</strong> 15 Jahre Debatte um den Ort und seit Beginn der Zwischennutzung des Palastes der Republik auch 3 Jahre konkrete, gelebte Debatte zu dem Potential des Ortes, haben nun endlich Bedeutung!? Die galoppierenden Kosten des Abrisses: Die Firma hatte mit unter 50 % der geplanten Abrisskosten den Auftrag eingefahren, um jetzt Nachforderungen zu stellen. Das berühmte Stahlgerüst vor dem Fenster, das immer noch verwendet werden kann, mahnt Sie, Ihre Handlungen und Zukunftsentwürfe genau zu bedenken.</p>
<p><strong> 2. Es geht um Architektur</strong> als Gestaltung von Kultur Sind die Entwürfe wirklich eine innovative Vorstellung von Kultur und Berlin im 21. Jahrhundert? Der Vorschlag der Bottega + Erhardt Architekten wirkt wie die deutlich unattraktivere Version des urban-catalyst-Vorschlags „20.000 qm x 5 Jahre“. Für den Vorschlag „Internationaler Transportkreislauf Kunst“ wiederum könnte man das Architekturbüro Schneider + Schuhmacher fast wegen Diebstahl geistigen Eigentums belangen, denn eine „Weltkulturbotschaft Berlin“ wurde bereits letztes Jahr von einer Gruppe Architekten im Rahmen eines alternativen Ideenaufrufs vorgestellt. Der „Chamäleon-Vorschlag“ von Gerkans spricht ganz die Sprache des neuen Berliner Hauptbahnhofs. Ein schönes Bild in Cinema 4D haben die Graft Architekten erstellt: Mit diesem Wolkenobjekt transzendierter „Vergänglichkeit menschlichen Versuchens an diesem Ort“ scheinen die Architekten allerdings höchstens sich selbst in die unbekannten Gefilde philosophisch transzendieren zu wollen.</p>
<p>Zu guter letzt Sauerbruch + Hutton: Wenigstens ehrlich – der White Cube. Vor allem angepasst an die Senatsvorstellungen. Ein Gebäude, das sich trotz angenehmer Begrünung wahrscheinlich auch finanziell realisieren ließe und auch den Zugang zur Spree garantiert. Ganz im Sinne der Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer. Der tatsächliche Standort müsste noch verhandelt werden, wegen der geplanten Humboldt-Box&#8230; ach herrlich!</p>
<p>Der Berliner Senat wird das Modell eines international renommierten Architektenduos realisieren und in der Mitte der Republik ein Zentrum moderner Kunst etablieren (ach nein, nicht etablieren, sondern zwischenzeitlich ermöglichen). Und da sage jemand noch mal, Bund und Stadt Berlin seien rückwärtsgewandt und ignorant, was die Gestaltung des Schlossplatzes betrifft…! Wie soll man erklären, was in den letzten Jahren intensiver Diskussion nicht verstanden werden wollte!? Es geht hier nicht um Gebäude. Es geht hier um Inhalte. Mit einem White Cube ist es da noch nicht getan, lieber Senat!</p>
<p><strong>3. Es geht um Mitbestimmung</strong> Der Schlossplatz ist und war ein Platzhalter für den Streit um politische Mitbestimmung und um einen alternativen Begriff von Kultur und Politik. Wesentliches Potenzial der Debatte war die Kontroversität – ganz gleich welcher politischen Verortung. Diese Kontroversen sind fortzuführen! Umso wichtiger ist daher die weitere Diskussion um die gesellschaftliche Wertbestimmung dieses symbolischen Ortes.</p>
<p>Einer Kunsthalle liegt zunächst ein statischer Kulturbegriff zu Grunde, der eher auf Konsumtion denn auf Produktion zielt. Kulturelle Produktion ist jedoch die treibende Bewegung in Städten, die weitläufig als kulturelles und somit auch als ökonomisches Kapital für Creative Cities verstanden wird. Die Entpolitisierung des Ortes wird Berlin Langeweile bescheren. Da sind wir uns fast sicher.</p>
<p>In dieser Ausstellung und der renommierten Liste von Unterstützern manifestiert sich, was die letzten 15 Jahre diesen Ort bestimmte: Ignoranz. Wieviele Bilder wurden für diesen Ort produziert!? Und wie oft die Kultur zur Legitimation der politischen Handlungsunfähigkeit angerufen!? Auf ein Neues: Die Verschönerung des Debakels. Moderne Kunst als Instrument.</p>
<p>Und wie war das mit der Agora, die im Humboldt-Forum entstehen soll und die als so unverzichtbar gehandelt wurde? Wie war das mit dem Anspruch, dass von diesem Ort aus Themen und Debatten in die Gesellschaft getragen werden sollen? Wie war das mit dem „Dialog der Kulturen“ und der Förderung eines zivilbürgerschaftlichen Engagements? Wird dieser Anspruch denn mit dem Humboldt-Forum vertagt? Oder sind nicht gerade Sie (ungewollt) die Garantie dafür, dass genau diese Debatten nie geführt werden? Wir rufen Sie auf: Stellen Sie sich dem Ort und damit der Debatte!</p>
<p><strong>Es geht um Mitbestimmung und Dialog, um Geschichte und auch um Geld.</strong> Vielleicht ist eine Eliteschule die einzige Garantie für den Erhalt eines Gebäudes von Denkmalwert, und vielleicht sind Eliten nicht nur in der Wirtschaft zu suchen, ganz sicher aber liegt die Zukunft in der Bewegung der Kontroverse, in der Freiheit der Meinung der Anderen. Geben auch Sie dem Ort eine wirkliche Chance und öffnen ihn für eine wirkliche Debatte. Auch hier wird über Zukunft entschieden.</p>
<p><em><strong>Berlin wählt die Wahrheit für die Zukunft in der Mitte der Stadt</strong>. </em></p>
<p><em>Karin Baumert<strong><br />
</strong></em></p>
<p><a class="imagelink" title="StaatsratsgebÃ¤ude am Schlossplatz" href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/08/Staatsratsgeb%C3%A4ude%20am%20Schlossplatz.jpg"><img id="image63" src="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/08/Staatsratsgeb%C3%A4ude%20am%20Schlossplatz.thumbnail.jpg" alt="StaatsratsgebÃ¤ude am Schlossplatz" /></a></p>
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		<title>„Die eigentliche Frage“ &#8211; die Skandalrede</title>
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		<pubDate>Thu, 20 Apr 2006 17:42:59 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Ostprinzessin</dc:creator>
				<category><![CDATA[Palast statt Schloss]]></category>

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		<description><![CDATA[„Wer hat hier die Macht und wie geht er damit um?“ Die Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer macht dazu beim Stadtforum „mit-mischen (im)possible?“ vor etwa 400 Gästen im Filmkunsthaus Babylon erstaunlich klare Ansagen! Am Anfang des Live-Mitschnitts ist die „Auszeichnung für Ignoranz“ (vom Palastbündnis) zu hören, danach der Anfang der Rede unserer Senatorin, die hier glücklicherweise aus Versehen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>„Wer hat hier die Macht und wie geht er damit um?“</p>
<p>Die Stadtentwicklungssenatorin Junge-Reyer macht dazu beim Stadtforum „mit-mischen (im)possible?“ vor etwa 400 Gästen im Filmkunsthaus <a title="Filmkunsthaus Babylon" href="http://www.fkh-babylon.de">Babylon</a> erstaunlich klare Ansagen!</p>
<p>Am Anfang des Live-Mitschnitts ist die „Auszeichnung für Ignoranz“ (vom <a title="Palastbündnis" href="http://www.palastbuendnis.de">Palastbündnis)</a> zu hören, danach der Anfang der Rede unserer Senatorin, die hier glücklicherweise aus Versehen die Wahrheit spricht. <strong>Bisher verschwiegen  und unveröffentlicht!</strong></p>
<p><object style="vertical-align: top" classid="clsid:d27cdb6e-ae6d-11cf-96b8-444553540000" width="17" height="17" codebase="http://download.macromedia.com/pub/shockwave/cabs/flash/swflash.cab#version=6,0,40,0"><embed style="vertical-align: top" type="application/x-shockwave-flash" width="17" height="17"></embed></object></p>
<p><a href="http://www.abrissberlin.de/blog/wp-content/uploads/2006/04/junge-reyer-stadtforum.mp3">Direkter Link zur MP3 (2,25 MB)</a></p>
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